Im Finish schlug Grün-Weiß zu
Die Serien des österreichischen Rekordmeisters fanden auch zum Auftakt der neuen Bundesliga-Saison ihre Fortsetzung.

Foto © APDie Wiener hatten Grund zum Jubel
Mit dem
harterkämpften 3:1 vor 14.400 Zuschauern am Mittwochabend gegen
Wacker Innsbruck ist der SK Rapid in der Meisterschaft nun schon 16
Spiele in Folge im heimischen Hanappi-Stadion ungeschlagen (9-7-0)
und die Bilanz gegen die Tiroler seit deren Wiederaufstieg kann sich
mit 9-4-0 auch durchaus sehen lassen. Patocka (32.), Boskovic (87.
Minute) und Hofmann (94.) trafen für die Hütteldorfer.
Das Match begann allerdings mit einem Schock für die Gastgeber und
ihren zahlreichen sowie stimmkräftigen Anhang. Denn schon nach gut
drei Minuten erzielte Aganun nach Fehler von Thonhofer und Idealpass
von Kolousek mit einem Flachschuss aus halblinker Position in die
rechte Ecke auf 1:0 für die Gäste.
Schnell erholt.
Die Hütteldorfer erholten sich aber ziemlich schnell von dem
Tiefschlag und kamen nun zu einigen guten Möglichkeiten. Patocka
köpfelte in der 9. Minute nach einem Corner an die Außenstange. Bilic
scheiterte nach einer Flanke von Korkmaz an Grünwald, der für
Pavlovic (verletzte sich beim Aufwärmen) das Tor hütete (15.) und
Bazina verfehlte gleich darauf das Tiroler Tor knapp.
Erlösung.
In der 32. Minute durften die Gastgeber aber dann endlich jubeln.
Der Ex-Mattersburger Patocka, bisher nur als Kopfballspieler
erfolgreich, traf nach einem Corner von Korkmaz mit dem linken Fuß
aus kurzer Distanz zum 1:1. In der 42. Minute jagte Bazina den Ball
über die Latte, in der Nachspielzeit machte es ihm Boskovic nach
Korkmaz-Ecke nach. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich Martin Hiden und
Aganun nicht mehr im Spiel. Sie waren nach einem Zweikampf in der 28.
Minute mit Spätwirkung in der 40. bzw. 36 Minute ausgeschieden.
Ersatz im Mittelpunkt.
Ihre Ersatzleute standen dann im Mittelpunkt der 63. Minute.
Hannes Eder behandelte in einem Duell Orosz etwas unsanft mit dem
Ellbogen und Referee Meßner fand diese Aktion des Rapid-Tirolers
rot-würdig. Die Innsbrucker durften allerdings nur bis zur 82. Minute
mit einem Mann mehr spielen, dann musste Hattenberger nach zwei Mal
Gelb innerhalb kürzester Zeit ebenfalls vom Platz. Fußball gespielt
wurde nach der Pause nur noch selten, und Chancen gab es auch nicht
allzu viele. Die größte hatten zunächst die Gäste durch Orosz, der in
der 73. Minute die Möglichkeit vergab.
Souveräner Schlussmann.
Payer blieb drei Mal Sieger gegen Hattenberger (zwei Fernschüsse)
und Samwald (Kopfball), auf der anderen Seite war zunächst nur ein
Fehlschuss von Boskovic zu erwähnen. Der Montenegriner machte seine
Sache aber dann in der 87. Minute nach einem weiten Pass von
Thonhofer und schöner Vorarbeit von Bilic besser und schoss souverän
das 2:1. Diesem ließ Hofmann in der 94. Minute noch nach einem von
Grünwald ideal für den Deutschen abgewehrten Bilic-Schuss aus
kürzester Distanz das 3:1 folgen.
Features
Fakten
Rapid Wien - Wacker
Innsbruck Endstand 3:1 (1:1)
Hanappi-Stadion, 14.400, Meßner
Torfolge: 0:1 (4.) Aganun,
1:1 (31.) Patocka,
2:1 (87.) Boskovic,
3:1 (94.) Hofmann
Rapid: Payer - Thonhofer, Martin Hiden (40. Hannes Eder), Patocka,
Sara - Hofmann, Heikkinen, Boskovic, Korkmaz - Bilic, Bazina (71.
Stefan Kulovits)
Wacker: Grünwald - Mimm, Schrott, Knabel, Windisch - Samwald,
Hattenberger, Grüner (79. Thomas Eder), Mader - Kolousek - Aganun
(36. Orosz)
Rote Karte: Hannes Eder (63./Tätlichkeit)
Gelb-Rot: Hattenberger (82./Foul)
Gelbe Karten: Boskovic, Thonhofer bzw. Mader, Windisch, Grüner,
Knabel
Die Besten: Patocka, Korkmaz, Boskovic, Hofmann bzw. Kolousek, Mimm


















