"Diese WM zählt im Nachhinein gar nichts"
Teamchef Josef Hickersberger über die Erfolge des U-20-Teams, das in der Nacht auf Donnerstag (1.45 Uhr, ORF 1 live) im Achtelfinale gegen Gambia spielt.

Foto © GEPASensationell: Josef Hickersberger gefällt die Leistung des U20-Teams
Herr Teamchef, in Kanada sorgt das U-20-Team bei der WM für Furore und Sie sind daheim in Wien. Warum nicht vor Ort?
Josef Hickersberger: Weil mit Paul Gludowatz, dem Trainer, Willi Ruttensteiner, Andi Herzog und einigen anderen genügend Leute dort sind. Außerdem bin ich mit denen telefonisch laufend in Kontakt und sehe jede Partie im Fernsehen.
Und was Sie da sehen, das gefällt Ihnen vermutlich.
Hickersberger: Sehr, sieht man vom 1:0 gegen Kanada ab, das war nicht berauschend. Das 1:1 gegen Kongo war teilweise ausgezeichnet, das 0:0 gegen Chile sensationell.
Josef Hickersberger und so ein Superlativ, das gibt's selten. Was hat Ihnen denn imponiert?
Hickersberger: Das Tempo und vor allem das Pressing gegen so starke Spieler wie es die Chilenen sind. Und der unbedingte Wille, siegen zu wollen. Hut ab.
Und in Österreich feiert man schon wieder die Geburtsstunde eines zweiten Wunderteams . . .
Hickersberger: Was sicherlich verfrüht wäre.
Also doch Kritikpunkte?
Hickersberger: Das, was es bei diesem Team zu kritisieren gilt, das übernimmt der Trainer. Ich hielt und halte von diesem Jahrgang sehr viel, darum haben mit Hoffer, Kavlak, Junuzovic und Prödl ja auch schon vier Leute Teamluft geschnuppert. Und ich hoffe, dass es noch mehr werden.
Sie hoffen?
Hickersberger: Ja. Denn damit es so weit kommt, müssen sich die jungen Herren bei ihren Klubs gegen die angeblich nur durchschnittlichen Legionäre nun durchsetzen. Soll heißen, dass sie in jedem Training mit Nachdruck beweisen müssen, dass sie besser sind. Ich hoffe, dass es ihnen gelingt. Keiner darf sich auf diese U-20-WM berufen. Das zählt im Nachhinein rein gar nichts.
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Hicke hat große Erwartungen in Kavlak, Hoffer und Co.Foto © GEPA





















