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Inter feiert Triumph für die Ewigkeit

Inter Mailand ist zum vierten Mal in Serie italienischer Meister. Als erster Verein seit genau 60 Jahren.

© GEPA
 
Dieser Erfolg schmeckt besonders süß. Denn Inter Mailand darf ausgerechnet nach einer Niederlage des Erzrivalen AC Milan vorzeitig den 17. Titel in der Serie A feiern. Gleich nach Milans 1:2-Niederlage bei Udinese gingen Tifosi und Spieler auf die Straße und feierten den "Scudetto" ausgelassen beim Trainingszentrum und vor dem Mailänder Dom. Während Luis Figo, Zlatan Ibrahimovic und Dejan Stankovic mit schwarz-blauen Perücken die Fahnen schwenkten und die Fans umarmten, spottete Präsident Massimo Moratti an seinem 64. Geburtstag Richtung Milan: "Dieses Geschenk war wirklich übertrieben."

Arroganz bekannt. Mit diesem "Geschenk" hat Inter nämlich an Titeln mit dem AC Milan gleichgezogen. Und auch den vierten Titel in Serie geholt. Ein Kunststück, dass in Italien zuletzt dem AC Torino Ende der 1940er Jahre gelungen ist. Tatsächlich haben die "Nerazzurri", die als einzige Mannschaft nie aus der Serie A abgestiegen sind, die ganze Saison über dominiert. Auch ein Verdienst des neuen Trainers Jose Mourinho, der in ganz Europa nicht nur für seine Erfolge, sondern vielmehr für seine Arroganz bekannt ist. "Der Titel ist an die Besten gegangen", lautete daher auch der zu erwartende erste Kommentar des Portugiesen. Sein Vorgänger Roberto Mancini lag noch mit einigen Stars und der Vereinsführung im Clinch. Der streitbare Mourinho konnte Inter hingegen einen und lässt Fans und Verantwortliche auch auf internationale Erfolge hoffen.

Selbstvertrauen . Einer der fest daran glaubt, dass Inter in der kommenden Saison auch in der Champions League eine wichtige Rolle spielen wird, ist Zlatan Ibrahimovic. Der Top-Torjäger, ebenfalls mit einem mehr als gesunden Selbstvertrauen ausgestattet, versprach den Inter-Anhängern um 2 Uhr früh laut schreiend: "Nächste Saison gewinnen wir alles." Damit beendete der Schwede auch alle Diskussionen um seinen möglichen Abschied aus Mailand.

Geerbt. Begonnen hat die sportliche Dominanz des 101-jährigen Vereins aber nicht am Rasen, sondern am grünen Tisch. In der Saison 2005/06 wurden den beiden Erstplatzierten Juventus und AC Milan im Zuge des Manipulationsskandals Punkte abgezogen und Inter erbte den Titel.

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