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TIPP3-BUNDESLIGA

0:2 gegen die Austria: Diese Sturm-Niederlage war "verdient"

Sonnleitner mit einem Eigentor, Muratovic mit Gelb-Rot vorzeitig vom Platz geschickt und Manager Oliver Kreuzer rastet im Kabinengang aus: Szenen bei und nach der 0:2-Niederlage von Sturm bei der Austria.

© AP
 
Jetzt ist es passiert. Sturm verlor im Frühjahr das vierte Spiel in Serie, das dritte in der Meisterschaft. Einen Umstand, den es seit dem Amtsantritt von Franco Foda am 1. Juni 2006 noch nie gegeben hat. Die Situation bei den Grazern spitzt sich also zu, der erträumte Europacup-Platz rückt Schritt für Schritt in weite Ferne.

Sonnleitner-Patzer. Ausgerechnet Tabellennachbar Austria Wien setzte sich im Horr-Stadion mit 2:0 (1:0) durch. Und wieder einmal hat ein individueller Fehler zur Niederlage beigetragen. War es in Salzburg Christian Gratzei, der diesmal im Sturm-Tor Martin Kobras Platz machen musste, passierte diesmal Mario Sonnleitner ein Missgeschick. Mit seinem Kopfball-Eigentor besiegelte der Verteidiger das 0:2, nachdem die "Violetten" durch Sun Xiang in der 42. Minute in Führung gegangen waren. Jener Austrianer, der Sturm schon im Cup vor einer Woche in die Verlängerung gezwungen und den entscheidenden Elfmeter verwandelt hatte.

Müde Grazer. Während Sturm in den ersten drei Spielen nach der Winterpause spielerische noch überzeugte, war dies gegen die Austria nicht der Fall. Die Grazer waren nicht imstande, ihr gefährliches Kombinationsspiel aufzuziehen. Die Truppe von Franco Foda wirkte müde - sowohl mental als auch körperlich. Die Wiener wiederum verstanden es, Sturm nicht ins Spiel kommen zu lassen und agierten kompakter, energischer und mit mehr Biss.

Doppeltausch. Das erkannte auch Foda und versuchte mit einem Doppeltausch in der 63. Minute - Hassler und Jantscher für Haas und Shashiashvili - das Spiel noch zu drehen. Doch das Eigentor durch Sonnleitner (66.) und der Ausschluss von Muratovic (79.) machten die, ohnehin mageren, Bemühungen zunichte. Nur der eingewechselte Scherrer schoss in Hälfte ein einziges Mal aufs Austria-Tor. Nach vier Niederlagen in Folge von einer Krise zu sprechen, wäre verfrüht. Dennoch: Am Freitag (20.30 Uhr) in Graz gegen Ried ist die Mannschaft unter Zugzwang.

Die Nerven liegen zumindest bei Manager Oliver Kreuzer blank. Der schrie nach dem 0:2 durch den Kabinengang in Richtung Schiedsrichter: "Sch... rote Karte. Jede Woche das gleiche. Ihr müsst einmal genau schauen". Eine Anzeige wird folgen.
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