15 ° C
Graz

UI-Cup: Rapid holte 3:1-Heimsieg gegen Kasan

Die Grün-Weißen erspielten sich damit eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel in Kasan. Die Russen sahen zwei Rote Karten.

© GEPA
 
Der österreichische Rekordmeister SK Rapid Wien hat am Samstag im Hinspiel der 3. UI-Cup-Runde gegen den russischen Vertreter Rubin Kasan einen 0:1-Rückstand noch in einen 3:1-Sieg verwandelt und geht mit einer guten Ausgangsposition ins Auswärtsspiel am 29. Juli. Nach dem frühen 0:1 (29.) trafen Hofmann (69.,94.) sowie Bilic (80./Elfmeter) für die Hütteldorfer, die sich nun berechtigte Hoffnungen auf den Einzug in die zweite UEFA-Cup-Quali-Runde machen dürfen. Kasan beendete das Spiel nach zwei Roten Karten (73.,78.) mit nur neun Mann.

Gäste schlugen eiskalt zu. Vor 10.200 Zuschauern machte Rapid von Beginn an Druck, ohne zunächst gefährlich in den Strafraum zu kommen. Die Russen zogen sich in die eigene Spielhälfte zurück und warteten geduldig auf Konterchancen. Eine Taktik, die voll aufgehen sollte. Unmittelbar nach der ersten Torchance der Grün-Weißen - Kasan-Keeper Kolinko hatte bei einem Hiden-Kopfball (28.) keine Probleme - schlugen die Gäste eiskalt zu.

Latten-Köpfler für Rapid. Den weiten Ausschuss von Kolinko übernahm Budilin, dessen ideale Flanke Mittelfeldspieler Riasanzew (29.) volley aus etwa fünf Metern Entfernung zum 1:0 verwertete. Den Hütteldorfern, für die der wiedergenesene Tokic in der Innenverteidigung neben Hiden sein erstes Pflichtspiel absolvierte, gelang in der 34. Minute beinahe die perfekte Antwort, einen Kopfball von Heikkinen nach einem Hofmann-Freistoß lenkte Kolinko aber an die Latte.

Rapid-Schal im Visier. Nach einem knapp verzogenen 20-Meter-Schuss von Bilic (38.) kamen auch die Russen vor der Pause noch zu einer Möglichkeit, ein Distanzversuch von Bajramow (40.) verfehlte aber ebenfalls sein Ziel. Die zweite Hälfte begann mit fünf Minuten Verspätung, da einer der beiden irischen Linienrichter darauf bestand, den traditionellen Rapid-Fanschal aus dem Tornetz von Keeper Payer entfernen zu lassen.

Ins eigene Tor gefaustet. Die Wiener, die zuvor nur aus Standardsituationen gefährlich wurden, drückten weiter auf den Ausgleich, Bilic (51.) und Hofmann (58./abgefälscht) scheiterten mit Weitschüssen aber am bis dahin herausragenden Kolinko. In der 69. Minute musste sich der Kasan-Keeper aber erstmals geschlagen geben und sah dabei alles andere als gut aus. Einen direkten Freistoß von Hofmann aus halblinker Position und rund 22 Metern Entfernung faustete Kolinko ins eigene Tor.

Überzahl-Spiel für Rapid. In der 73. Minute stand dann erstmals Rapid-Stürmer Bilic im Mittelpunkt. Der Kroate traf Kasan-Verteidiger Gabriel mit gestrecktem Bein in der Magengegend, worauf sich dieser für das vom Schiedsrichter unbemerkte Foul mit einem Stoß revanchierte, der ihm die Rote Karte einbrachte. Rapid drückte in Überzahl weiter aufs russische Tor und wurde in der 78. Minute dafür belohnt.

Elfmeter. Nach einer Hofmann-Flanke wurde Boskovic im Strafraum vom unmittelbar zuvor eingewechselten Salukvadze umgerissen. Der Übeltäter sah ebenfalls die Rote Karte, den verhängten Elfmeter verwandelte Bilic (80.) souverän zum 2:1. Dem besten Rapidler, Steffen Hofmann, blieb es dann vorbehalten, in der letzten Minute der Nachspielzeit (94.) mit einem Flachschuss von der Strafraumgrenze den 3:1-Endstand herzustellen. Zuvor kam noch der brasilianische Neuzugang Fabiano zu seinem Debüt für Rapid.