Mattersburg-Tirol: Burgenländer im UEFA-Cup
SVM profitierte von Rapid-Niederlage. Höchster Bundesliga-Sieg für Burgenländer. Erstmals vier Tore in einer Hälfte.

Foto © Reuters
Der SV Mattersburg hat in der letzten Runde der österreichischen
Fußball-Bundesliga doch noch den Sprung in die UEFA-Cup-Qualifikation
geschafft. Die Burgenländer besiegten am Sonntag den FC Wacker Tirol
vor eigenem Publikum mit 6:1 (4:0), sicherten sich durch die
1:3-Niederlage von Rapid in Salzburg noch den dritten Rang und damit
gleichzeitig die beste Endplatzierung eines burgenländischen Klubs
überhaupt.
Den Trefferreigen beim Einbahnstraßen-Fußball vor rund 9.000
Zuschauern im Pappelstadion eröffnete Kühbauer in der 7. Minute. Der
Kapitän marschierte nach Vorlage von Thomas Wagner an der
Tirol-Abwehr vorbei und beförderte den Ball über Wacker-Goalie Planer
zum 1:0 in die Maschen. Zehn Minuten später wurde Thomas Wagner im
Strafraum vom zum Verteidiger umfunktionierten Tiroler Stürmer Masek
gelegt, den dafür verhängten Elfer verwertete Mörz sicher.
Tollpatschig.
Nach einem Eckball von Fuchs in der 30. Minute wehrte Planer einen
Sedloski-Kopfball nur kurz ab, Jancker staubte aus fünf Metern ab
(30.). In der 34. Minute tankte sich Atan auf der rechten Seite durch
und spielte einen Querpass zur Mitte, wo sich die Defensiv-Abteilung
der inferioren Innsbrucker inklusive Planer derart tollpatschig
anstellte, dass Thomas Wagner den Ball nur noch aus kurzer Distanz
ins leere Tor schieben musste. Damit hatte Mattersburg erstmals seit
dem Bundesliga-Aufstieg vier Tore in einer Hälfte erzielt.
Faustabwehr.
Nach dem Seitenwechsel ließen es die Burgenländer gemächlicher
angehen und ermöglichten den Gästen in der 52. Minute sogar noch den
Ehrentreffer, als eine missglückte Faustabwehr von Almer bei Brzeczek
landete, der den SVM-Keeper danach mit einem Heber von der
Strafraumgrenze bezwang.
Endstand.
Danach übernahmen aber aber wieder die Mattersburger das Kommando.
Nach Doppelpass mit Thomas Wagner überhob Mörz in der 76. Minute
Planer, der Ball sprang via Unterkante der Latte über die Torlinie.
Für den Endstand sorgte Thomas Wagner mit einem Schupfer von der
Strafraumgrenze (91.), wodurch die Burgenländer ihren höchsten
Bundesliga-Sieg (bisher 5:1 daheim gegen GAK am 21. April) feierten.




















