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BUNDESLIGA

Bitterer Rückschlag für Wiener Clubs

Mit Ausnahme von Cupsieger Sturm Graz haben in der sechsten Runde der Fußball-Bundesliga alle Europacup-Starter Federn gelassen. Für die beiden Wiener Vereine war das Wochenende besonders bitter.

 

Einen Tag nach Meister Salzburg (0:1 in Mattersburg) kassierten auch Vizemeister Austria (0:3 gegen Wacker Innsbruck) und Rapid (0:1 beim LASK) bittere Schlappen. Einzig die Steirer setzten sich gegen Wiener Neustadt mit 4:2 durch.

Damit zeigt die Tabelle vor der zweiwöchigen Meisterschafts-Pause wegen der EM-Qualifikation ein überraschendes Bild: Ried (15/6) führt sensationell vor Aufsteiger Innsbruck (13/5) und Sturm (10/5). Salzburg (4/4) hat nur den LASK und Mattersburg (je 3/6) hinter sich. "Die Kleinen regieren und die Großen verlieren", meinte Rapid-Kapitän Steffen Hofmann zu den überraschenden Ergebnissen am Wochenende.

LASK düpiert Rapid

Drei Tage nach der Sensation von Birmingham gab es auch für Rapid gegen den LASK ein böses Erwachen. Die bis dahin punktelosen Linzer Athletiker feierten dank eines Aufhauser-Treffers nach einer Stunde (60. Bundesliga-Treffer in 397 Spielen) ihr erstes Erfolgserlebnis. Rapid-Trainer Pacult stieß dabei die schwache Chancenauswertung auf.

"Ich ärgere mich, was wir für Chancen liegengelassen haben. Gegen einen Gegner, der bis zur 60. Minute nicht auf das Tor geschossen hat. Wenn du das auslässt, dann hast du es auch nicht verdient, zu gewinnen. Da müssen sich einige bei uns an der Nase fassen. Wir sind kein Klingl-Klangl-Verein, sondern spielen um die Meisterschaft und international. Da kann man nicht immer fahrlässig mit den Chancen umgehen", sagte der Rapid-Coach.

Hesselink Thema bei Rapid

Die Abhilfe steht ante portas. Jan Vennegoor of Hesselink soll die Lücke schließen, die der Abgang von Nikica Jelavic gerissen hat. Der 31-jährige Niederländer, immerhin 19-facher Teamspieler, soll vor Abschluss der Transferzeit am Dienstag um Mitternacht bei Rapid unterschreiben.

Der LASK, erstmals mit Emin Sulimani und Alexander Zickler in der Startelf, hofft, dass der erste Saisonsieg eine Befreiung war. "Durch den Sieg von Mattersburg gegen Salzburg ist der Druck auf uns vor dem Spiel natürlich noch größer geworden. Deshalb war der Sieg umso wichtiger. Es war auch eine mentale Befreiung, denn wir haben gesehen, dass wir gegen ein Team, das auf europäischer Ebene Topleistungen bringt, bestehen können", so Aufhauser.

Denn im September warten entscheidende Wochen. Zunächst geht es in Salzburg gegen den Meister weiter, dann kommt Sturm, ehe am 25. September das Duell mit Mattersburg auf dem Programm steht. "Der Sieg ist der Lohn für unsere harte Arbeit und in den nächsten zwei Wochen können wir nun gelöster trainieren. Ich hoffe, dass wir beim kommenden Spiel in Salzburg ähnlich auftreten", erklärte LASK-Trainer Helmut Kraft, der aber zurückhaltend blieb. "Trotz aller Freude über den Sieg muss man festhalten, dass das nur eine Momentaufnahme ist und wir mit drei Punkte in sechs Runden trotzdem noch weit hinter dem sind, wo wir hin wollen."

Sturm ist top

Der einzige Sieger der vier Top-Clubs der vergangenen Jahre ist Sturm Graz. Die Grazer besiegten Wr. Neustadt nach zweimaligen Rückstand mit 4:2 und sind gegen die Niederösterreicher damit auch im sechsten Duell inklusive Cup (4 Siege, 2 Remis) ungeschlagen geblieben. Die erste Zwischenbilanz fällt trotz des großen Aderlasses im Sommer (u.a. Jantscher, Beichler, Hlinka, Sonnleitner, Lavric) daher positiv aus.

"Es war ein tolles Spiel, wenn man bedenkt, dass wir eine schwierige Auswärtspartie bei Juventus hatten. Wir haben zehn Punkte, und das ist nach den Umstrukturierungen im Sommer ganz wichtig", meinte Trainer Franco Foda.

Wr. Neustadt ist dagegen nach einem optimalen Start mit zwei Siegen schon auf Rang sieben zurückgefallen. Den August beendete die Mannschaft von Peter Schöttel mit einem einzigen Punkt aus vier Liga-Matches und dem Abschied in der ersten Cup-Runde (0:1 gegen Dornbirn). "Es ist schwierig, aber wir müssen da raus", so Schöttel, der seine Spieler nach der Pleite in Graz aber nicht sehr hart kritisierte.

"Wir haben drei Tore aus Standards bekommen und eines aus einem Konter. Ansonsten haben die Spieler ihre Sache gut gemacht. Sturm war nach 20 Minuten klar feldüberlegen, aber aus dem Spiel heraus waren wir gefährlicher. In Salzburg und hier 2:4 zu verlieren, das kann schon sein, es bleibt, dass wir attraktiv gespielt haben", sagte der Trainer.

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