Mattersburg als "Bullen-Schreck"
Der SV Mattersburg hat am Samstag in der 34. Runde der österreichischen Fußball-Bundesliga seine Negativserie beendet und damit weiterhin gute Chancen auf eine Teilnahme an der UEFA-Cup-Qualifikation.

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Die Burgenländer besiegten vor eigenem
Publikum Meister Red Bull Salzburg durch Treffer von Atan (20.) und
Thomas Wagner (50.) bzw. Aufhauser (44.) mit 2:1 (1:1) und liegen
damit 17 Punkte hinter dem Meister weiter auf Rang zwei.
Schwache Bullen. Die Gastgeber zeigten sich von den jüngsten Rückschlägen (zuletzt
vier Pflichtspiel-Niederlagen) unbeeindruckt und setzten die
Salzburger sofort unter Druck. In der 7. Minute hätte Aufhauser nach
Fuchs-Flanke den Ball per Kopf fast ins eigene Tor bugsiert, fünf
Minuten später parierte der für Ochs aufgestellte Goalie Özcan einen
Freistoß von Fuchs. Weniger gute Figur machte der Tormann beim
Gegentreffer in der 20. Minute: Nach einem Pass von Naumoski
marschierte Atan Richtung Mozartstädter Tor, Özcan kam etwas
vorschnell heraus und wurde vom ÖFB-Teamspieler prompt überhoben.
Bis gegen Ende der ersten Hälfte hatten die Salzburger mit
Ausnahme von vergeblichen Elfer-Reklamationen nach einem Rempler von
Patocka an Zickler (17.) nichts zu melden, dann aber legte die
Trapattoni-Truppe einen Zahn zu und wurde durch Pitak (38./Volley
drüber) und Zickler (39./Kopfball daneben) erstmals gefährlich, ehe
Aufhauser der Ausgleich gelang. Der Mittelfeldspieler kam nach einem
Dudic-Einwurf über Umwege zum Ball und traf aus rund sieben Metern
(44.).
Diskussionen. Anfangs der zweiten Hälfte war der Schwung der Gäste aber wieder
abgeebbt, Mattersburg übernahm neuerlich das Kommando und sorgte in
Person von Thomas Wagner schon in der 50. Minute für den Endstand.
Nach einem weiten Abschlag und einer Verlängerung von Naumoski nahm
der Stürmer den Ball an und traf volley ins Kreuzeck. In der Folge
haderten beide Teams mit Schiedsrichter Stuchlik. Die Salzburger, als
Atan im Strafraum Vonlanthen ungeahndet niederstieß (53.), die
Mattersburger, als Stuchlik - von seinem Assistenten Hoxha im Stich
gelassen - einem Tor von Fuchs wegen angeblichen Abseits
fälschlicherweise die Anerkennung versagte.
Keine Chance. Im Finish (der Referee ließ acht Minuten nachspielen) versuchten
es die Salzburger mit der Brechstange, waren gegen die im Vergleich
zu ihren jüngsten Auftritten stark verbesserten Mattersburgern aber
nicht in der Lage, auch nur eine zwingende Chance herauszuspielen.
Damit festigten die Burgenländer ihren Ruf als Angstgegner der
Bullen, die gegen Kühbauer und Co. in den vergangenen sechs
Pflichtspielen bei je einem Sieg und Remis viermal verloren.
Obendrein wurde durch die vierte sieglose Partie der Mozartstädter
eine bemerkenswerte Serie verlängert: Seit 9. Mai 2002 (FC Tirol -
Kärnten 3:1) hat keine Mannschaft nach dem Titelgewinn in der
Meistersaison mehr gewonnen, dieser Trend hält seit mittlerweile 13
Partien an.
Features
Fakten
Mattersburg - Salzburg 2:1 (1:1)
Mattersburg: Almer - Mravac, Sedloski, Patocka - Atan, Schmidt (89.
Holenak), Kühbauer, Mörz, Fuchs - Th. Wagner (85. Jancker), Naumoski
Salzburg: Özcan - Steinhöfer, Meyer, Miyamoto, Dudic - Pitak (57.
Lokvenc), Carboni, Aufhauser, Jezek (73. Janocko) - Vonlanthen (70.
Orosz) - Zickler
Gelbe Karten: Kühbauer, Atan, Mörz, Naumoski bzw. Carboni, Orosz
Die Besten: Atan, Kühbauer, Fuchs bzw. Aufhauser





















