Erste Heimniederlage der Saison
Neu formierte Salzburger Defensive war zu fehleranfällig.

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Der österreichische Fußball-Meister Red Bull Salzburg hat sich am
Mittwochabend zu Hause gegen den FC Superfund Pasching blamiert. Die
Salzburger kassierten in der 33. Runde mit 2:3 (0:1) die erste
Heimniederlage der laufenden Bundesliga-Saison. Die Salzburger waren
zwar leicht feldüberlegen, die neu formierte Verteidigung aber
gleichzeitig zu fehleranfällig. Die Tore erzielten Jezek (49.) und
Aufhauser (92.) bzw. Fidjeu-Tazemeta (19.), Ketelaer (75.) und
Gilewicz (80.).
Das Salzburger Trainerduo Giovanni Trapattoni/Lothar Matthäus
hatte in der Viererkette erstmals Meyer, Vargas, Miyamoto und
Steinhöfer aufgeboten und freiwillig auf Kapitän Thomas Linke
verzichtet, dessen auslaufender Vertrag nicht verlängert wird.
Salzburg-Keeper Ramazan Özcan dagegen, der im Meisterschaftsfinish an
Stelle von Standardschlussmann Timo Ochs zum Einsatz kommt, war bei
seinem Bundesliga-Debüt bei allen drei Gegentoren weitgehend
chancenlos.
Pfeifkonzert.
Die roten Bullen, die von den lediglich 11.000 Zuschauern
(Minusrekord in dieser Saison) mit einem gellenden Pfeifkonzert
verabschiedet wurden, hatten sich zwar schon in der ersten Hälfte
eine Feldüberlegenheit erspielt, den einzigen Treffer erzielten aber
die Paschinger. Fidjeu-Tazemeta, der zuletzt bereits in Mattersburg
in dreifacher Ausführung getroffen hatte, narrte die gesamte
Salzburger Defensive, ehe er Özcan mit einem gezielten Schuss
überwand. Vor allem Miyamoto hatte davor keine gute Figur abgegeben.
Wenig Gefahr.
Salzburg wurde vor der Pause nur zweimal durch Topscorer Alexander
Zickler wirklich gefährlich. Erst schickte der Deutsche Pitak auf die
Reise, der ebenso an Pasching-Goalie Schicklgruber scheiterte wie
Zickler selbst im Nachschuss (23.). Die größte Chance vergab der
deutsche Goalgetter, als er einen Flugkopfball nach Pitak-Flanke
völlig freistehend neben das Tor setzte (40.). Nach Seitenwechsel
scheiterte der für Janocko eingewechselte Lokvenc ebenfalls zweimal
am überragenden Schicklgruber (57., 61.).
Ohne Konsequenz.
Jezek hatte kurz nach der Pause für Salzburg ausgeglichen, als er
eine Steinhöfer-Flanke perfekt im langen Eck platzierte. Der
Ausgleich durch Aufhauser nach Kopfballvorarbeit von Lokvenc kam in
der 92. Minute zu spät. Zudem hätte Fidjeu-Tazemeta die Partie
bereits in der 85. Minute aus einem Konter entscheiden müssen.
Die Salzburger, denen nach dem bereits errungenen Meistertitel
offensichtlich die letzte Konsequenz fehlte, sind damit seit drei
Spielen sieglos. Zudem ist eine Serie von 15 Spielen ohne Niederlage
Geschichte. Pasching rückte dem Tabellenzweiten SV Mattersburg mit
dem dritten Sieg in Serie auf nur noch einen Punkt nahe und hat
dadurch sehr gute Karten, kommende Saison - womöglich als "FC Kärnten
neu" - im UEFA-Cup vertreten zu sein.
Features
Fakten
Red Bull Salzburg - FC
Superfund Pasching Endstand 2:3 (0:1)
EM-Stadion Wals-Siezenheim,
11.000 Zuschauer, SR Wermelinger (SUI).
Torfolge: 0:1 (19.) Fidjeu-Tazemeta,
1:1 (49.) Jezek,
1:2 (75.) Ketelaer,
1:3 (80.) Gilewicz,
2:3 (92.) Aufhauser
Salzburg: Özcan - R. Meyer, Vargas, Miyamoto, Steinhöfer - Pitak
(69. Vonlanthen), Carboni, Aufhauser, Jezek (83. Orosz) - Janocko
(29. Lokvenc) - Zickler
Pasching: Schicklgruber - Bubenik, Baur, Dospel, Ortlechner - Kabat,
Reiter (54. Agic), Riedl (66. Gilewicz), Ketelaer - Fidjeu-Tazemeta
(91. Bukva), Krajic
Gelbe Karten: Vargas bzw. Ortlechner, Bubenik, Krajic
Die Besten: Steinhöfer, Jezek bzw. Schicklgruber, Fidjeu-Tazemeta
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Prominenz im Stadion: Felix Magath mit Franz BeckenbauerFoto © GEPA




















