Salzburg mit Sieg über Altach praktisch Meister
Neuerlicher 2:0-Sieg für die Bullen dank Toren von Lokvenc und Jezek. Nur mehr ein Punkt fehlt zum vierten Salzburger Meistertitel.

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Red Bull Salzburg ist der Meistertitel in der österreichischen
Fußball-Bundesliga nur noch rechnerisch zu nehmen. Die Salzburger
fuhren am Samstag mit einem ungefährdeten 2:0 (1:0) in Altach ihren
vierten Sieg in Serie ein und liegen damit sechs Runden vor Schluss
weiterhin 18 Punkte vor Verfolger Mattersburg. Zudem verfügen die
Bullen über eine um 42 Treffer bessere Tordifferenz als die
Burgenländer. Für die Salzburger Tore sorgten erneut die Tschechen
Vratislav Lokvenc (34.) und Patrik Jezek (72.).
Guter Start.
Dabei waren die Altacher unter der Leitung ihres Co-Trainers Rade
Plakalovic, der seinen auf Grund einer Kontroverse um eine offiziell
gar nicht ausgesprochene Beurlaubung abwesenden Chefcoach Michael
Streiter vertrat, besser in die Partie gestartet. Stürmerstar
Leonardo, den Streiter in den vergangenen beiden Partien auf Grund
eines Konflikts im Training nicht eingesetzt hatte, fand auch gleich
zwei gute Gelegenheiten vor, verfehlte das Tor aber per Kopf (6.) und
per Linksschuss (14.) knapp.
Kommando übernommen.
Mitte der ersten Hälfte übernahmen die Salzburger dann zusehends
das Kommando, waren immer wieder mit langen Bällen auf ihren groß
gewachsenen Sturmtank Lokvenc gefährlich. Der tschechische
Teamstürmer bestätigte seine Hochform dann mit seinem viertem Tor in
ebenso vielen Spielen. Dabei hatte Lokvenc nur auf Grund der
Muskelverletzung von Topscorer Zickler seine Chance erhalten. In
Altach bugsierte er eine Maßflanke des aufgerückten Außenverteidigers
Steinhöfer aus dem Fünfmeterraum volley unter die Latte.
Verwalten der Führung.
Danach beschränkten sich die Salzburger weitgehend auf das
Verwalten ihrer Führung, warteten auf Fehler der Vorarlberger und
schlugen in ihrer typischen Art und Weise noch einmal zu. Jezek traf
nach idealem Lochpass von Aufhauser aus schwierigem Winkel ins kurze
Eck. Der Tscheche hat damit in den vergangenen drei Partien - alle
drei gewann Salzburg 2:0 - immer getroffen. Lokvenc und Jezek hatten
schon am Mittwoch den 2:0-Heimsieg gegen Ried fixiert.
Formsache.
Der vierte Salzburger Meistertitel nach 1994, 1995 und 1997 - der
erste der Red-Bull-Ära - ist damit nur noch Formsache. Bereits
kommendes Wochenende im Heimspiel gegen den Vorjahres-Meister Austria
sollte das zu Hause noch ungeschlagene Starensemble Giovanni
Trapattoni den 20. Titel seiner illustren Trainerkarriere bescheren.
Das Double hatten die Bullen durch die Niederlage gegen Mattersburg
im Cup-Halbfinale allerdings verpasst.
Klärndes Gespräch.
Altach-Trainer Streiter war nicht im Stadion, der Klub will sich
aber Anfang kommender Woche zu einem klärenden Gespräch mit ihm
zusammenfinden. "Er ist ein Mitarbeiter des Vereins, also rechne ich
damit, dass er kommt", erklärte Altach-Obmann Werner Gunz. Der
Vorstand hatte von Streiter unter der Androhung einer Beurlaubung
verlangt, Leonardo auf Grund wirtschaftlicher Interessen wieder
spielen zu lassen. Mehrere Klubs hätten Kaufinteresse am Brasilianer,
dessen festgeschriebene Ablösesumme 800.000 Euro beträgt, bekundet.
Streiter hatte sich aber geweigert, den Anweisungen Folge zu leisten.
Features
Fakten
Cashpoint SCR Altach -
Red Bull Salzburg Endstand 0:2 (0:1).
Tore:
0:1 (34.) Lokvenc
0:2 (72.) Jezek
Altach: Krassnitzer - Baldauf (54. Atav), Puljiz, Chinchilla-Vega,
Pfister - Schmid (71. Jagne), Schnellrieder, Dorta, Schoppitsch -
Kirchler (75. Bolter), Leonardo
Salzburg: Ochs - Steinhöfer, R. Meyer, Miyamoto, Dudic - Pitak (90.
Janocko), Carboni, N. Kovac, Jezek (82. Vonlanthen) - Aufhauser (74.
Vargas) - Lokvenc
Gelbe Karten: Schnellrieder, Dorta bzw. N. Kovac, R. Meyer, Pitak
Die Besten: Puljiz bzw. Lokvenc, Steinhöfer, Aufhauser




















