Drogbas letzte Chance
Am Samstag beginnt in Südafrika die 29. Auflage des Afrika-Cups, und das wohl zum letzten Mal mit Superstar Didier Drogba. Die letzte Chance für ihn und die goldene Generation der Ivorer, den ersehnten Titel zu holen.

Foto © APSuperstar Didier Drogba
In Johannesburg startet am Samstag der 29. Afrika-Cup mit der Begegnung zwischen Gastgeber Südafrika und den Kapverden. Die Tatsache, dass Südafrika nach der WM 2010 nun in so kurzer Zeit wieder eine Großveranstaltung ausrichtet, war so allerdings nicht vorgesehen. Eigentlicher Austragungsort hätte Libyen sein müssen - aufgrund der politischen Lage allerdings ein Ding der Unmöglichkeit.
Die Favoritenliste liest sich wie jedes Jahr: Die Elfenbeinküste mit den Touré-Brüdern, Didier Drogba und Gervinho, sowie Ghana mit Essien und Co. sind wohl mit den stärksten Einzelspielern ausgestattet. Dass Qualität alleine aber nichts zu verheißen hat, bewieß Nobody Sambia letztes Jahr: Nachdem im Halbfinale Ghana und im Finale die Elfenbeinküste im Elfmeterschießen eliminiert wurden, setzte sich der krasse Außenseiter die Krone auf. Kurioses Randdetail: Über den gesamten Turnierverlauf mussten Drogba und Co. nicht einen einzigen Treffer hinnehmen.
In besagtem Finale avancierte Drogba dann zum tragischen Helden. Er vergab kurz vor Schluss beim Stand von 0:0 einen Elfer. Da dies heuer wohl sein letztes Antreten beim Afrika-Cup sein wird, bedeutet dies zugleich seine letzte Chance, sich mit der goldenen Generation der Ivorer den für ihn so wichtigen Titel zu schnappen.
Befreiung vom Fluch?
In der Gruppe D des bis 10. Februar laufenden Turniers treffen die Ivorer zunächst auf Algerien, Togo und Tunesien - alles andere als eine leichte Aufgabe. "Wir haben die Chance, uns reinzuwaschen. Wir sind entschlossen, dieses Jahr zu gewinnen und uns von diesem Fluch endlich zu befreien", fasste Arsenal-Stürmer Gervinho die Gemütslage der Kicker von der Elfenbeinküste zusammen. Der letzte Titelgewinn bei der afrikanischen Kontinentalmeisterschaft datiert von 1992, bei den jüngsten Ausgaben galt die mit zahlreichen Top-Legionären gespickte Mannschaft stets als Favorit - und scheiterte zumeist unglücklich.
Auch wenn er in Europa nicht gerade den größten Stellenwert genießt, so ist der Afrika-Cup für die Teilnehmerländer oft von unschätzbarer Wichtigkeit: "In den meisten Ländern ist es eine Art Staatsangelegenheit. Nicht selten werden die Akteure von Präsidenten oder Machthabern eingeschworen", erklärt Pablo Thiam, ehemals Profi in der deutschen Bundesliga, gegenüber "Eurosport".
Mit Salzburgs Verteidiger Isaac Vorsah steht auch der einzige Turnier-Beitrag der österreichischen Bundesliga im Aufgebot der "Black Stars" aus Ghana. Admira-Stürmer Issiaka Ouedraogo fand bei Burkina Faso anders als im Vorjahr keine Berücksichtigung.
Features
Kongos Team beendete Streik
Die Mannschaft der Demokratischen Republik Kongo hat ihren Trainingsstreik kurz vor dem Turnierstart beim Fußball-Afrika-Cup nach zwei Tagen beendet. Laut Trainer Claude Le Roy sind die Streitigkeiten zwischen Spielern und Verbandsführung um Bonuszahlungen beigelegt.




















