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    Zuletzt aktualisiert: 16.01.2013 um 16:48 UhrKommentare

    Pep Guardiola unterschreibt beim FC Bayern

    Der FC Bayern ist der neue Arbeitgeber von Pep Guardiola. Der Ex-Barcelona-Coach übernimmt den Trainerjob in München ab Sommer und soll dort bis 2016 bleiben. Jupp Heynckes beendet seine Trainerkarriere.

    Mit den Bayern will Pep Guardiola seine Erfolgsgeschichte weiterschreiben

    Foto © APAMit den Bayern will Pep Guardiola seine Erfolgsgeschichte weiterschreiben

    David Alaba bekommt im Sommer beim FC Bayern München einen ganz prominenten Trainer. Deutschlands Fußball-Rekordmeister hat sich mit Josep Guardiola auf eine Zusammenarbeit nach Saisonende geeinigt. Der Noch-41-Jährige war europaweit heißumworben, die Münchner stachen somit Topklubs aus England wie Manchester City oder Italien und Frankreich aus. Der bisherige Trainer Jupp Heynckes beendet nach dieser Saison seine Karriere.

    "Wir freuen uns sehr, dass es uns gelungen ist, den Fußballfachmann Pep Guardiola, der von vielen namhaften Klubs umworben und kontaktiert wurde, für den FC Bayern zu gewinnen", erklärte Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge am Mittwoch in einer Mitteilung des Vereins.

    Anders als zum Beispiel beim gescheiterten Versuch mit dem ehemaligen deutschen Bundestrainer Jürgen Klinsmann, glaubt Rummenigge fest an eine erfolgreiche Ära mit dem Spanier: "Pep Guardiola ist einer der erfolgreichsten Trainer der Welt, und wir sind sicher, dass er nicht nur dem FC Bayern, sondern auch dem deutschen Fußball viel Glanz verleihen kann."

    Man freue sich auf die Zusammenarbeit, die im Juli beginnen wird. Guardiola hat bereits einen Dreijahresvertrag bis zum 30. Juni 2016 beim Bundesliga-Tabellenführer unterschrieben. "Als adäquater Nachfolger für Jupp Heynckes kam nur ein Trainer vom Kaliber eines Pep Guardiola infrage", betonte Präsident Uli Hoeneß. Und Ehrenpräsident Franz Beckenbauer ergänzte: "Hut ab - Matthias Sammer und Guardiola - ich weiß nicht, wo es ein besseres Gespann geben könnte."

    Heynckes geht in Pension

    Das Ja-Wort von Guardiola, das die Bayern-Bosse nach einem langwierigen beharrlichen geheimen Werben erhalten hatten, bedeutet zugleich für den derzeitigen Amtsinhaber Heynckes die Scheidung vom Rekordmeister im Sommer. Der am Saisonende auslaufende Vertrag mit Heynckes wird nicht verlängert, der Trainer geht mit 68 in Pension.

    Heynckes hatte nach Bayern-Angaben Rummenigge schon vor Weihnachten darüber unterrichtet, dass er nicht nochmals verlängern wolle, sondern wohl seine Laufbahn als Trainer im Sommer beenden würde. Am Mittwoch bestätigte der Noch-Cheftrainer die Entscheidung Rummenigge offiziell in einem "sehr persönlichen Gespräch", wie der Vorstandschef erklärte. Man sei Heynckes für dessen Arbeit "extrem dankbar", erklärte sein Freund Hoeneß und äußerte die Hoffnung auf eine von Erfolg gekrönte Schlussetappe: "Wir würden uns sehr freuen, wenn die Mannschaft diesem großen Trainer den verdienten glanzvollen Abschied schenken würde."

    Mit maximal drei Titeln könnte Heynckes seinem Nachfolger Guardiola ein großes Erbe hinterlassen. Eine intakte Mannschaft mit vielen noch langfristig gebundenen Top-Spielern wie Franck Ribery, Manuel Neuer, Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Mario Gomez oder seinem spanischen Landsmann Javi Martinez bietet dem künftigen Chef Guardiola glänzende sportliche Perspektiven - aber mit hohem Erfolgsdruck. Auch finanziell ist der FC Bayern in der Lage, mögliche Spielerwünsche des neuen Cheftrainers zu erfüllen.

    Nach seinem Abschied vom FC Barcelona, mit dem er zwischen 2008 und 2012 insgesamt 14 Titel gewann, darunter zweimal die Champions League, im vergangenen Sommer schöpft Guardiola derzeit während einer einjährigen Auszeit in New York Kraft. Seine Rückkehr in den Trainerjob hatte der Umworbene bei der Weltfußballer-Gala des Weltverbandes (FIFA) Anfang Jänner angekündigt. "Ich habe Lust, wieder Trainer zu sein. Ich bin noch jung und habe das Leben vor mir", sagte der Starcoach in Zürich.

    City und Chelsea abgeblitzt

    Manchester United, Manchester City, Chelsea, Paris St. Germain, AC Milan - die Liste der Klubs, die an dem Spanier interessiert waren, ist lang und prominent. Auch die Bayern waren früh ins Werben eingestiegen, schließlich gilt das von Guardiola miterschaffene Barca-Team um Stars wie Messi, Xavi oder Iniesta auch in München als sportliches Vorbild.

    Heynckes' letzter Auftrag in seiner dritten Trainer-Amtszeit beim FC Bayern lautet, nach zwei titellosen Spielzeiten wieder Trophäen zu gewinnen. Dabei gilt die 23. deutsche Meisterschaft bei neun Punkten Vorsprung auf Platz zwei als Pflichtübung. Weitere Titelgewinne in Champions League, in der die Bayern im Achtelfinale auf Arsenal treffen, sowie im DFB-Pokal, wo es schon im Viertelfinale zum Duell mit Titelverteidiger Borussia Dortmund kommt, werden ebenfalls angestrebt, sind aber unwägbarer.


    Josep Guardiola

    • Geboren am 18. Jänner 1971 in Santpedor (Spanien).
    • Stationen als Trainer: FC Barcelona B, FC Barcelona (2007 bis 2012)
    • Erfolge: 2 x Champions League-Sieger, 2 x FIFA-Klub-WM, 2 x Uefa-Super Cup, 3 x Spanischer Meister, 2 x Spanischer Pokalsieger

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