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    Zuletzt aktualisiert: 30.11.2012 um 16:19 UhrKommentare

    "Wie ein großes Champions-League-Spiel"

    71.000 Zuschauer in der Allianz-Arena, Live-Bilder in über 200 Ländern: Im Schlager zwischen Rekordmeister Bayern und Titelverteidiger Dortmund am Samstag wird die Frage nach der Nummer eins im deutschen Fußball geklärt.

    Wer stellt wem ein Bein? Jakub Blaszczykowski (BVB) und David Alaba (Bayern)

    Foto © ReutersWer stellt wem ein Bein? Jakub Blaszczykowski (BVB) und David Alaba (Bayern)

    Der große Schlager der deutschen Fußball-Bundesliga könnte schon vor dem Ende der Hinrunde die Vorentscheidung im Titelrennen bringen. Sollte der FC Bayern am Samstag (18.30 Uhr) einen Heimsieg über Borussia Dortmund einfahren, würde der Vorsprung des Rekordmeisters auf den Titelverteidiger auf fast schon uneinholbare 14 Punkte anwachsen.

    Dementsprechend motiviert gehen David Alaba und Co. in die Partie. "Das ist eine Partie wie ein großes Champions-League-Spiel", sagte Kapitän Philipp Lahm. Trainer Jupp Heynckes erwartet ein "intensives Spiel", in dem "kleine Details entscheidend sein werden".

    Suche nach der Nummer eins

    71.000 Zuschauer können hautnah dabei sein - in über 200 Ländern weltweit werden Live-Bilder ausgestrahlt. Und die Münchner wollen sich vom Rivalen nicht schon wieder "auf die Bretter schicken" lassen, wie BVB-Chef Hans-Joachim Watzke in Erinnerung an die letzten Dortmunder K.o.-Hiebe angemerkt hatte. Tabelle hin oder her, "es geht darum zu zeigen, wer die Nummer eins im deutschen Fußball ist", erklärte Manuel Neuer, Bayerns Torwart mit Schalke-Vergangenheit.

    Eigentlich ist diese Frage schon vor der 15. Runde geklärt. "Die Bayern sind das Maß aller Dinge. Die spielen ihre ganz eigene Saison", bemerkte BVB-Coach Jürgen Klopp. Ob die Borussen den Titel-Hattrick schon abgeschrieben haben, "interessiert mich nicht", bemerkte Lahm. "Die Dortmunder kommen aber sicherlich nicht nach München, um die drei Punkte einfach herzuschenken." Man dürfe nicht zu früh jubeln, warnte der Münchner Kapitän: "Wir können erst feiern, wenn wir am Ende der Saison auf dem Rathausbalkon stehen."

    Die schwarz-gelben Jubelfeiern, die vier Liga-Pleiten in Folge und das demütigende 2:5 im DFB-Cupfinale - diese Ohrfeigen schmerzen die Münchner immer noch. Man habe genug auf den "Sack bekommen", erklärte Thomas Müller: "Wenn dich einer mit fünf Pflichtspielniederlagen zur Weißglut reizt, wäre es schon eine Genugtuung zu gewinnen", sagte der DFB-Nationalspieler. "Ich glaube, das Spiel ist sehr wichtig für beide Mannschaften - vielleicht noch mehr für uns", sagte Franck Ribery, dessen Kollegen Arjen Robben wegen einer Muskelverletzung weiterhin ausfällt. Dafür kehrt Bastian Schweinsteiger wieder in die Mannschaft zurück.

    Blick durchs Fernrohr

    Die Dortmunder müssen unbedingt gewinnen, wenn sie die Bayern nicht nur noch mit dem Fernrohr in der Tabelle erkennen wollen. "Wir müssen nachholen, was wir gegen Düsseldorf liegen gelassen haben", erklärte Mats Hummels. Der deutsche Teamspieler mit Bayern-Vergangenheit dürfte im Gegensatz zum 1:1 gegen die Fortuna ebenso wieder dabei sein wie Mario Götze, im November 2011 Schütze des Dortmunder 1:0-Siegtores in München.

    Fraglich ist der Einsatz von Ilkay Gündogan im Mittelfeld. "Die Herausforderung ist groß", urteilte Klopp, der aber auch an die eigene Stärke glaubt. "Wenn wir unsere absolute Qualität auf den Platz bringen, gibt es in der Bundesliga nicht viele Gegner, gegen die ich weniger gern spielen würde als gegen uns." Nur eines der letzten 21 Auswärtsspiele hat die Borussia verloren.


    Hoffenheim verbuchte erstmals Gewinn

    Die TSG 1899 Hoffenheim hat erstmals in ihrer viereinhalbjährigen Bundesliga-Geschichte einen Gewinn verbucht. Die Fußball-Spielbetriebs GmbH erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2011/12 ein Plus von 1,73 Millionen Euro. Es war der erste Gewinn, seit die Gesellschaft 2005 aus dem Stammverein ausgegliedert worden war.

    In der vergangenen Saison erwirtschaftete der von Milliardär Dietmar Hopp geförderte Club einen Umsatz von 83,9 Millionen Euro, 18 Prozent mehr als in der Spielzeit zuvor. "Mit einer Eigenkapitalquote von 89,5 Prozent weist das Unternehmen darüber hinaus eine sehr solide Finanzierungsstruktur auf", hieß es in einer Presseerklärung des Tabellen-16.

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