"Die Null muss stehen"
Österreichs Rekordmeister Rapid Wien kämpft am Donnerstag in Charkiw um die ersten Punkte in der Europa League. Und man ist optimistisch.

Foto © APARapids Erfolgsrezept ist einfach. Hinten gilt es dichtzumachen und vorne müssen Terrence Boyd und Co. treffen
Die Maschine stand zum Abflug bereit. Nur die Rapidler waren noch nicht da. Weil der Bus mit den Spielern in Wien mitten im Stau steckte. So flog das Team von Peter Schöttel mit Verspätung zum Match nach Charkiw. Dafür mit breiter Brust.
Das 1:2 im Geisterspiel gegen Rosenborg Trondheim zum Auftakt der Gruppenphase der Europa League habe man verdaut und zuletzt in der Meisterschaft dank des Sprunges an die Tabellenspitze Selbstvertrauen getankt. "Natürlich sind die Ukrainer, die gespickt sind mit Südamerikanern, ein ziemlich großes Kaliber. Das hat man ja schon gesehen, als sie in der vergangenen Saison der Austria und auch Salzburg (vier Spiele, vier Siege, 14:3 Tore, Anm.) keine Chance ließen, aber wir sind optimistisch, dass sich das Blatt wenden wird", sagt der Trainer und verweist auf die jüngste Bilanz in der Liga, in der es in den vergangenen vier Runden drei Siege, zwei davon auswärts, und ein Remis gab. Und dabei setzte es nicht einen Gegentreffer. "Hinten stehen wir gut, das stimmt mich zuversichtlich. Und dass wir nach vorne große Qualitäten haben, davon bin ich sowieso überzeugt", ist Schöttel zum Angriff bereit.
"Die Null muss stehen." Das sagt Regisseur und Kapitän Hofmann. Einen gewissen Druck leugnet der Deutsche aber nicht. "An dem sind wir aber selbst schuld, denn wir hätten gegen Trondheim ja nicht verlieren müssen. Aber wenn wir im Rennen bleiben wollen, dann wäre ein Punkt schon sehr wichtig."
Charkiw, das im ersten Gruppenspiel in Leverkusen ein 0:0 erreichte, liegt in der Meisterschaft nach zehn Runden mit 18 Punkten auf Platz vier. Einer, der den Gegner der Hütteldorfer gut kennt, ist der Salzburger Markus Berger, der in der Ukraine bei Odessa spielt. "Wichtig wird gutes und frühes Pressing sein und dass Rapid die Bälle nicht einfach nach vorne drischt. Rapid muss versuchen, selbst viel am Ball zu sein und ein richtiges Spiel aufzuziehen."
Möge die Übung gelingen.





















