Präsident Edlinger warnt Rapid-Fans
"Der Wurf eines leeren Trinkbechers könnte den Ausschluss bedeuten", hat Rapid-Präsident Rudolf Edlinger vor dem Europacup-Rückspiel gegen PAOK Saloniki am Donnerstag in Wien Sorgenfalten auf der Stirn. Fast 1000 Sicherheitskräfte sollen für Ruhe sorgen.

Foto © GEPARapid-Präsident Rudolf Edlinger
Rapid-Präsident Rudolf Edlinger hat vor dem Play-off-Rückspiel am Donnerstag (20.45 Uhr/live ORF eins) gegen PAOK Saloniki eine eindringliche Warnung an alle Fans im Hanappi-Stadion gerichtet. "Selbst der Wurf eines leeren Trinkbechers könnte den Ausschluss aus dem Bewerb bedeuten", erklärte der 72-Jährige mit Hinweis auf die UEFA-Bestrafung, die unter anderem einen Europacup-Auschluss bei einem weiteren Vergehen beinhaltet.
Außerdem würden weitere Vandalenakte einen Einspruch gegen die UEFA-Sanktionen "fast unmöglich machen", so Edlinger. Bisher wurde der Einspruch aber noch gar nicht eingelegt, weil Rapid noch auf die Zustellung des Urteils warten muss - bis zu drei Tage nach dem Erhalt kann Rapid dann Berufung einlegen.
Ein Fall für Lausanne?
In die zweite Instanz wird Rapid definitiv gehen - ob im Bedarfsfall auch die dritte und letzte Instanz, der Internationale Sport-Gerichtshof (CAS) in Lausanne, angerufen wird, ist im Moment offen. "Ich schließe es nicht aus, aber da müssen wir zuerst das Urteil in zweiter Instanz abwarten", sagte Edlinger.
Auch am Tag nach der Bekanntgabe der UEFA-Sanktionen zeigte sich Edlinger vom Strafausmaß enttäuscht und wies in diesem Zusammenhang noch einmal auf die "für Spieler, Offizielle und Fans untragbaren Rahmenbedingungen" in Thessaloniki hin. "Ich habe an die 30 Europacup-Auswärtsspiele miterlebt, aber ich bin noch nie bedroht worden. Wir mussten unter Polizeischutz die Toiletten aufsuchen", erzählte Edlinger.
Der Clubchef betonte aber auch, dies rechtfertige keinesfalls den Abschuss von Leuchtraketen aus dem Rapid-Sektor. "Manche schaden dem Verein bewusst oder unbewusst, entweder in Form einer Strategie oder aus Dummheit", meinte Edlinger.
1000 Sicherheitskräfte
Damit dies nicht auch am Donnerstag passiert, sind gegen PAOK nicht weniger als 600 Polizisten - rund 30 Prozent mehr als bei einem Wiener Derby - und 350 Sicherheitskräfte im Einsatz. Intensive Kontrollen sollen die Mitnahme von Pyrotechnik oder ähnlichen Dingen unterbinden.
Die 750 PAOK-Fans müssen sich vor dem Stadioneingang mit ihrem Reisepass ausweisen - Einlass finden nur Griechen sowie griechischstämmige PAOK-Anhänger aus Deutschland. Da für die Anhänger der Gastmannschaft die komplette Osttribüne reserviert ist, gibt es diesmal im Hanappi-Stadion nur für gut 16.000 Zuschauer Platz. "Von unserer Seite sind alle Vorkehrungen getroffen worden, um das Spiel sicher über die Bühne zu bringen", sagte Edlinger.




















