FIFA-Generalsekretär lobte WM-Vorbereitungen in Brasilien
Einstiger Kritiker Valcke: "Überhaupt keine Probleme."

Foto © APFIFA-Generalsekretär Jerome Valcke
FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke hat zum Auftakt eines dreitägigen Besuches in Brasilien die Vorbereitungen auf die Fußball-WM 2014 in der Regenwald-Region gelobt. "Wir haben überhaupt keine Probleme gesehen", sagte Valcke am Dienstagabend (Ortszeit) auf der Baustelle der Arena da Amazonia in Manaus. Auch Brasiliens früherer Weltstar Ronaldo, der als Mitglied des Verwaltungsrats des lokalen Organisationskomitees (COL) dabei war, sprach von sehr guten Fortschritten. "Wir sind fest davon überzeugt, dass alles rechtzeitig fertig wird", erklärte Ronaldo.
Der Bau des neuen Stadions in Manaus mit einer Kapazität von 42.400 Plätzen soll umgerechnet rund 210 Millionen Euro kosten und im Juni 2013 abgeschlossen werden. Wenn die Arbeiten mit unvermindertem Tempo voranschritten, müsse man sich keine Sorgen machen, versicherte Valcke. Am Mittwoch wollte der Generalsekretär des Fußball-Weltverbandes den Stand des Neubaus der Arena Pantanal in Cuiaba im zentralbrasilianischen Bundesstaat Mato Grosso in Augenschein nehmen. Am Donnerstag steht zum Abschluss ein Treffen mit dem lokalen Organisationskomitee in Rio de Janeiro auf dem Programm.
Um Valcke hatte es vor knapp sechs Monaten in Brasilien heftige Diskussionen gegeben. Der FIFA-Topfunktionär hatte Anfang März aus Verärgerung über den schleppenden Verlauf der WM-Vorbereitungen gesagt, die Organisatoren bräuchten einen "Tritt in den Hintern". Der Streit habe zur Beschleunigung der Vorbereitungen geführt, sagte der Franzose nun der Zeitung "Folha de Sao Paulo" (Mittwoch-Ausgabe).
FIFA-Boss Blatter kritisierte deutschen Juristen Eckert
FIFA-Boss Joseph Blatter hat den deutschen Juristen Joachim Eckert, seit Mitte Juli Co-Vorsitzender in der Ethik-Kommission der FIFA, kritisiert. Eckert hatte unlängst im Nachrichtenmagazin "Focus" umfassende Aufklärung von Blatter gefordert, ansonsten sei der Schweizer an der Spitze des Fußball-Weltverbandes nicht mehr tragbar. "Ein Richter sollte sich überhaupt nicht äußern", entgegnete Blatter nun in der "Sport Bild" (Mittwoch).
"Ich habe noch nie erlebt, dass sich ein Richter über einen laufenden Fall äußert. Er äußert sich nur bei der Urteilsverkündung", sagte Blatter. Eckert, der zusammen mit dem amerikanischen Staatsanwalt Michael Garcia Misswirtschaft und Korruption in der FIFA aufklären soll, hatte gesagt. "Für Blatter heißt es: Entweder er klärt jetzt auf, oder er ist weg."
Blatter widersprach zudem einem Reformvorschlag des ehemaligen DFB-Präsidenten Theo Zwanziger, der eine Altersgrenze für FIFA-Funktionäre einführen will. Diesen Plan lehne er ab, sagte der 76-jährige Blatter. "Denn die Fähigkeiten haben nichts mit dem Alter zu tun. Es gibt 70-Jährige, die sind noch jung im Kopf." Mehr Aussicht auf Erfolg habe dagegen Zwanzigers Idee, die Amtszeiten von Funktionären zu beschränken. "Eine Amtszeitbeschränkung könnte dagegen eine Chance haben", sagte Blatter. Er selbst werde 2015 nicht erneut kandidieren.


















