Der Erfolg hat System
Hartberg ist die große Überraschung in der Ersten Liga. Dabei ist ganz klar die Handschrift von Trainer Andreas Moriggl zu erkennen. Am Freitag treffen die Oststeirer auf Aufsteiger Horn.

Foto © GEPAAndreas Moriggl
Fünf erzielte Tore nach sechs Runden, das hat beim Tabellen-Vierten Hartberg, das am Freitag (18.30 Uhr) Horn empfängt, Tradition. Wie heuer hatten die Oststeirer schon in den Saisonen 2010/11 und 2011/12 fünf Treffer auf ihrem Konto. Der große Unterschied sind aber die Gegentore. Nach 16 (2010/11) und 18 (2011/12) schlug es in dieser Spielzeit nur ganze vier Mal im Kasten von Jürgen Rindler ein.
Der Schlüssel dafür liegt auf der Hand. Seit Andreas Moriggl in diesem Sommer das Traineramt in Hartberg übernommen hat, ist die Defensive der große Trumpf. "Die Analyse aus dem Vorjahr hat klar ergeben, dass Hartberg zu viele Tore bekommen hat. Deswegen liegt das Hauptaugenmerk darauf, hier anzusetzen", sagt der Grazer. "Ordnung, Kompaktheit und nicht verwundbar zu sein sind schon immer wichtige Punkte meiner Philosophie gewesen."
Das bewies Moriggl auch bei seinen früheren Stationen in Fürstenfeld und Allerheiligen. Dort machte sich der 44-Jährige mit bescheidenen Mittel einen Namen, indem er schrittweise die Defensive stabilisierte und dazu großen Wert auf kontrollierte Offensive legte.
Wenn es um die bescheidenen Mittel und die Defensive geht, sind die Parallelen schon deutlich sichtbar. Einzig die Offensive bereitet noch Kopfzerbrechen: "Ich weiß nicht, wie wir Spiele gewinnen sollten, wenn wir nicht ohne Gegentor bleiben. Das haben die beiden 1:0-Siege ja gezeigt", sagt Moriggl, der um den Einsatz von Top-Torschütze Joachim Parapatits bangt und hofft, noch eine Verstärkung für den Angriff zu bekommen. "Wir wollen einen, der restlos überzeugt."
Also einer aus der Kategorie Andreas Moriggl. . .





















