Drei Mal Friesenbichler
Was der Neffe Kevin kann, schafft auch Onkel Günter. Die Familie Friesenbichler glänzt mit Triplepacks.

Foto © GEPAGünter Friesenbichler
Friesenbichler, Friesenbichler, Friesenbichler. Drei Tore in 31 Minuten. Günter Friesenbichler hat mit seinem Triplepack Wiener Neustadt in Innsbruck in der fünften Bundesliga-Runde zum ersten Saisonsieg geschossen. Ein Kunststück, das dem 33-Jährigen bereits einmal gelungen ist. In der Ersten Liga hat der Stürmer im Jahr 2007 für Austria Lustenau innerhalb von nur 24 Minuten drei Mal getroffen und damit maßgeblich zum 5:1-Sieg über Schwadorf beigetragen. Der jetzige Triplepack ist ungemein wichtig. "Ich denke, dass wir Innsbruck als direkten Gegner bezeichnen können, auch wenn es noch sehr früh in der Meisterschaft ist", erklärt Friesenbichler.
Die Freude beim 1,93-m-Mann ist groß. "Die drei Tore sind super. Aber wichtiger ist, dass wir als Mannschaft das erste Mal anschreiben konnten. Das sollte Selbstvertrauen für die kommenden Spiele geben", sagt Friesenbichler. Auf die Frage, ob er sich mit der Joker-Rolle zufriedengibt, sagt der Steirer: "Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich nicht gerne von Beginn an spielen möchte. Schließlich trainiert man die ganze Woche auf das Spiel." Ihm ist aber auch bewusst, dass seine Gedanken mit jenen des Trainers nicht immer konform gehen müssen.
Neffe, Papa, Onkel
Wer Friesenbichler heißt und Fußball spielt, ist anscheinend zum Toreschießen verdammt. Kevin Friesenbichler, Sohn vom einstigen Stürmer Bruno Friesenbichler und Neffe von Günter sorgt beim FC Bayern für positive Schlagzeilen. Der 18-Jährige, den der einstige Admira-Sportdirektor Heri Weber von der Stronach-Akadmie geholt hatte und der 2010 nach München gewechselt war, erzielte etwa beim Testspiel der Bayern gegen eine Trentino-Auswahl in zwölf Minuten einen Hattrick. "Ich habe mir gedacht, was mein Neffe schafft, sollte ich auch noch können", sagt Günter Friesenbichler schmunzelnd.
Zielsichere Familie
Das Verhältnis zwischen Onkel und Neffe ist sehr gut, der telefonische Kontakt rege. "Ich habe Respekt, was mein Neffe geschafft hat. Das ist wirklich gut", sagt Günter, der ihn vor allem dann unterstützt hat, wenn es beim 18-Jährigen nicht richtig gut gelaufen ist. "Wie ich hatte Kevin in der vergangenen Saison mit einigen Verletzungen zu kämpfen. Da braucht ein Junger Unterstützung", sagt Günter. Der Onkel hilft ebenso gerne wie Papa Bruno. Warum die Friesenbichlers so zielsicher sind, kann Günter nicht sagen. "Es gibt kein Geheimnis." Und falls doch, wird es nicht verraten. Eines ist aber sicher. Sind die Friesenbichlers fit, sind Tormänner meist zweiter Sieger.




















