Wohin geht es mit dem WAC?
Gegen Mattersburg wollen die Lavanttaler am Samstag den ersten Heimsieg einfahren. Das Spiel ist richtungsweisend für die nächsten Wochen - live ab 18:30 Uhr im kleine.at-Live-Ticker!

Foto © GEPAJacobo & Co. hoffen auf einen Heimsieg gegen Mattersburg
Der WAC ist in der Bundesliga im eigenen Stadion noch ohne Punkt. Nach vier Runden liegen die Lavanttaler mit drei Punkten auf Tabellenplatz acht. Zum Vergleich: Die Aufsteiger der vergangenen drei Jahre - Admira, Ínnsbruck (beide sieben Punkte) und Wiener Neustadt (sechs Punkte) - standen zur selben Zeit weitaus besser da.
Angespannt
Im Lager der Lavanttaler lässt man deswegen aber die Köpfe noch nicht hängen. Dennoch ist die Lage angespannt. Auch bei Chef-Trainer Nenad Bjelica. Von einem Schicksalsspiel am Samstag daheim gegen Mattersburg will er aber nicht sprechen: "In dieser Liga kann alles so schnell gehen. Gewinnst du zwei Mal, stehst du auf den Europacupplätzen, verlierst du zwei Mal, bist du im Tabellenkeller. Wichtig ist, ruhig und konzentriert zu bleiben."
Eine (Un)-Serie wird in jedem Fall reißen. Denn während der WAC daheim noch punktelos ist, konnten die Burgenländer in der Fremde bislang noch nicht "anschreiben". Wollen die Lavanttaler den Kontakt zum Tabellenmittelfeld aber dennoch nicht verlieren, ist am Samstag zumindest ein Punkt notwendig. Denn die nächsten Wochen haben es in sich: Schon nächste Woche rückt Rekordmeister Rapid Wien in die Lavanttal-Arena an, danach geht's in die Südstadt zur Admira. Wr. Neustadt (heim) und Innsbruck (auswärts) folgen.
Damit diesen Begegnungen halbwegs sorgenfrei und ohne allzu großen Druck entgegengesehen werden kann, braucht der WAC daher ein gewisses Punktepolster.
"Gefräßige" Wölfe
Um sich den nötigen Biss vor dem Spiel gegen die Burgenländer zu holen, statteten die Wölfe diese Woche dem traditionellen Geflügelfest "Gackern" in St. Andrä einen Besuch ab. "So etwas gehört auch dazu. Da sind wir nicht so streng. Gerade nach so einem Spiel wie in Graz ist es wichtig, dass die Spieler ihre Köpfe wieder frei bekommen", so Bjelica.
Vor den Burgenländern hat der Kroate großen Respekt. "Mattersburg hat eine sehr gute, zweikampfstarke Mannschaft, die sehr hart spielt und manchmal auch über die Grenzen des Erlaubten geht", sagt Bjelica. Nicht nur vor dem gefürchteten Stürmerduo Ilco Naumoski und Patrick Bürger müsse man sich in Acht nehmen. "Mattersburg wird eher defensiver beginnen und uns kommen lassen. Wir müssen aggressiv sein und den Zug zum Tor suchen. Dann können wir gewinnen", sagt Bjelica.
Mattersburg als Vorbild
Von den Mattersburgern können sich die Lavanttaler in jedem Fall noch vieles abschauen. Die kleine 7000-Einwohner-Stadt im nördlichen Burgenland gehört seit zehn Jahren zum fixen Bestandteil der Bundesliga. Und das ohne Unterbrechung. "Mattersburg ist sicher ein Vorbild für uns, genauso wie Ried. Das sind Mannschaften aus kleinen Städten, die es geschafft haben, sich zu etablieren, ohne viel Geld zu investieren", so Bjelica.
Großen Anteil am Erfolg hat bei den Wulkatalern die Kontinuität in Personalfragen. Franz Lederer ist bereits seit 2002 als Betreuer tätig, zuerst als Co-Trainer, seit November 2004 als Cheftrainer. Kein aktueller Bundesligatrainer ist länger im Amt. 2006/07 erreichte man mit Platz drei den bislang größten Erfolg. Immerhin sechs Spiele absolvierte man schon im Europacup.
Gegen den WAC will Lederer auf Konter setzen: "Wir fahren nach Wolfsberg, um zu siegen."





















