Das Verfahren gegen Luisao ist eröffnet
In einem Testspiel hat Benfica-Profi Luisao den Schiedsrichter aus Ärger niedergestreckt und ihm eine Gehirnerschütterung zugefügt. Nun eröffnete Portugals Verband ein Verfahren.

Foto © APADie Skandal-Szene im Bild
Nach der Schiedsrichter-Attacke im Testspiel gegen Fortuna Düsseldorf hat der Disziplinarrat des portugiesischen Verbandes (FPF) ein Verfahren gegen Fußball-Profi Luisao eröffnet. Der Prozess werde mit Dringlichkeit durchgeführt, teilte der FPF in Lissabon am Freitag auf seiner Homepage mit. Das Verfahren gegen den 31-jährigen Brasilianer kann nach Medienangaben schon in bis zu zwei Wochen abgeschlossen werden. Eine Stellungnahme von Luisao oder von Benfica lag zunächst nicht vor.
Ein Dringlichkeitsverfahren zieht nicht die automatische Sperre des Spielers nach sich, so dass der Innenverteidiger am Samstag zum Liga-Saisonauftakt von Benfica Lissabon gegen Sporting Braga mit von der Partie sein kann. "Er spielt", sagte Trainer Jorge Jesus.
Schiedsrichter erlitt Gehirnerschütterung
Luisao hatte im Testspiel am vergangenen Samstag den deutschen Schiedsrichter Christian Fischer zu Boden gestoßen. Fischer erlitt eine Gehirnerschütterung und erstattete später bei der Polizei Anzeige gegen den Profi. Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf will ein Ermittlungsverfahren einleiten, sobald die Anzeige vorliegt. Der Spieler weist allerdings weiter jede Schuld von sich.
Erst am Donnerstag hatten sich die Präsidenten von Fortuna Düsseldorf und von Benfica Lissabon, Peter Frymuth und Luis Filipe Vieira, nach den Differenzen wegen des abgebrochenen Testspiels bei einem Spitzentreffen beim Deutschen Fußball-Bund auf eine Lösung verständigt. Die Art der Vereinbarung ist allerdings nicht bekannt. Düsseldorf hatte nach dem Vorfall die Antrittsgage für die Partie in Höhe von fast 200.000 Euro von Benfica zurückgefordert.




















