Im Stadion statt bei der Geburt
Der Fußball beginnt wieder zu rollen in Europas Top-Ligen. In England sorgt der Start der Premier League für verrückte Ideen. Auch in Spanien geht die Liga am Samstag los.

Foto © GEPASaisonstart für ManU-Star Wayne Rooney
England
Auf der fußballverrückten Insel treibt die Vorfreude auf den Start der Premier League am Samstag seltsame Blüten. Der Wettanbieter "Betfair" bietet nämlich ein besonderes "Service" an. Fans, deren Frauen ausgerechnet an diesem Wochenende ein Kind erwarten, können kostenlos einen Geburtshelfer buchen, der sie im Kreißsaal vertritt, während sie im Stadion sind. Es können wahlweise Krankenpfleger, Babysitter, Bodybuilder und Motivationsexperten gewählt werden, die bei der Geburt unterstützend dabei sind.
Dass das wohl nicht das ist, was sich die Durchschnittsfrau so wünscht, dürfte auch dem Wettanbieter klar sein. Der begründet die Aktion nämlich so: "Umfragen zufolge sind 40 Prozent der Frauen nicht gerade glücklich, wenn ihr Mann Zeuge der Geschehnisse im Kreißsaal wird. Insofern ist mit dieser verrückten Fan-Aktion hoffentlich allen Beteiligten gedient." Immerhin wird eingestanden, dass die Idee "verrückt" ist. Sportlich dürften sich Manchester City, ManU (Robin van Persie unterschrieb für vier Jahre) und Chelsea um den Titel streiten.
Spanien
In den letzten Jahren waren es große Transfers, die vor dem Saisonstart für die großen Schlagzeilen gesorgt haben. Heuer hat etwa der frühere Großeinkäufer, Titelverteidiger Real Madrid, noch keinen einzigen Neuzugang zu vermelden, auch wenn Luka Modric noch von Tottenham zu den "Königlichen" stoßen dürfte. Auch der Rest der Klubs übte Zurückhaltung.
Stattdessen sorgte ein Streit um TV-Gelder und die Anpfiffzeiten der Spiele für Aufregung. Ein Streik der Klubs konnte gerade noch abgewendet werden. Damit beginnen jetzt zahlreiche Partien erst um 23 Uhr und die beiden Topklubs Real und FC Barcelona werden nur noch im Bezahl-Fernsehen zu sehen sein. Das einzige Live-Spiel im Free-TV wird montags um 23 Uhr ausgestrahlt. So richtig zufrieden sind mit dieser Lösung wieder nicht alle, aber die Liga kann zumindest wie geplant beginnen.
Sportlich werden sich wieder Real und "Barca" den Titel untereinander ausmachen, Valencia kann das Duo maximal ärgern, der Rest hat eine Statistenrolle.


















