Von Höhenflug will Okotie nichts hören
Drei Tore in vier Spielen, Einberufung ins Nationalteam - trotz allem sagt Sturm-Angreifer Rubin Okotie (25), dass er noch nichts erreicht hat. Trifft er am Samstag auswärts gegen Rapid wieder? Die Auflösung gibt es ab 18:30 Uhr im Live-Ticker.

Foto © GEPARubin Okotie
Wenn die Mannschaft des SK Sturm am Samstag (18.30 Uhr) im Hanappi-Stadion eintrifft, wird es wohl einen besonderen Schutz für die Grazer Spieler geben (müssen). Nach der jüngsten Begegnung in Hütteldorf, als Sturm die Heimreise antreten wollte, wurde Rubin Okotie auf dem Weg zum Bus von einem "Fan" attackiert. Zuvor hatte der Stürmer mit seinem Treffer zum 1:1 Sturm einen Punkt gesichert und mit einer Jubel-Geste auf die ständigen Beleidigungen einiger Rapid-"Anhänger" auf seine Weise reagiert. "Für mich ist die Sache abgehakt. Ich konzentriere mich auf das Spiel und nicht darauf, was von der Tribüne kommt. Ich bin ein Profi und muss das wegstecken", sagt Okotie.
Trainingsfleißiger Okotie
Aktuell befindet sich der 25-Jährige in Hochform. In den jüngsten vier Runden hat er drei Mal getroffen und wurde zuletzt wieder in die österreichische Nationalmannschaft einberufen. "Zurzeit läuft es wirklich gut. Aber ganz ehrlich: Ich habe noch nichts erreicht. Ich muss jetzt hart weiterarbeiten. Ich will und muss mich noch verbessern", sagt Okotie. Aber er ist froh, dass er für seine harte Arbeit belohnt wird. Und wahrlich gilt der Angreifer als trainingsfleißig. Wenn Trainer Peter Hyballa eine Trainingseinheit beendet, Okotie bleibt auf dem Platz und schießt minutenlang aufs Tor oder tänzelt vor dem Eckigen mit dem Ball umher. Was er da tut? "Ich stelle Spielszenen nach und versuche Lösungen zu finden", erklärt Okotie.
Aber nicht immer schien für den einstigen Deutschland-Legionär die Fußball-Sonne. In Nürnberg konnte er sich nicht wirklich durchsetzen. "Ich hatte schlimme Knieprobleme und die lösten eine Kettenreaktion im ganzen Körper aus. Somit war ich ständig irgendwie verletzt", sagt Okotie. Derzeit ist er fit wie nie und dies wirkt sich positiv auf seine Leistungen aus. "Ich kann noch mehr. Und ich hoffe, ich werde es auch zeigen", sagt Okotie. Am Samstag gegen Rapid muss man darf man sich nicht verstecken, muss aber auch als Offensivspieler konzentriert Defensivarbeit machen. Ins offene Messer werden die Grazer nach Auskunft von Peter Hyballa jedenfalls nicht laufen.





















