Austria blieb mit Sieg gegen Admira am Drücker
einem 1:0-Arbeitssieg gegen die Admira feierten die Violetten am Sonntag den ersten Saison-Heimerfolg und untermauerten damit ihren Anspruch auf einen Spitzenplatz.

Foto © ReutersTorschütze Marko Stankovic
Die Austria bleibt in der Fußball-Bundesliga am Drücker. Mit einem 1:0-Arbeitssieg gegen die Admira feierten die Violetten am Sonntag den ersten Saison-Heimerfolg und untermauerten damit ihren Anspruch auf einen Spitzenplatz. Am kommenden Sonntag wartet auf die hinter Erzrivale Rapid nun zweitplatzierten Wiener die nächste Prüfung. In Ried geht es gegen den Tabellennachbarn, der mit seinem Saisonverlauf nach dem 3:2 in Wiener Neustadt bisher ebenfalls zufrieden sein darf.
Der erste Erfolg in der heimischen Generali Arena war für die Austria ein hart erkämpfter. Die Gäste aus Niederösterreich bewiesen, warum sie sich in der vergangenen Saison als unangenehmer Gegner etabliert haben. 22:15 Torschüsse für die Admira standen nach Schlusspfiff zu Buche. Dies untermauerte aber auch das Problem der Austria: Aus vielen bis zum Strafraum gelungenen Aktionen holten die Favoritner zu wenig heraus. Allein Roman Kienast vergab drei große Möglichkeiten, sein Torkonto aufzustocken.
Oft agierten die Austrianer im Abschluss zu kompliziert, Dare Vrsic wurde dies sogar zum Verhängnis. Der im Sommer als Spielmacher geholte Slowene musste nach 50 Minuten und einer weiteren verpassten Schussmöglichkeit vom Spielfeld. "Wir hatten bereits in der ersten Spielhälfte sechs, sieben Möglichkeiten, auf das Tor zu schießen und haben da die Verantwortung abgegeben. Das haben wir in der Pause klar angesprochen. Aber gleich in der ersten Situation ist es wieder passiert, da muss man reagieren", meinte Trainer Peter Stöger.
Stöger will es mit dem Rüffel für den bisher unter seinen Erwartungen geblieben Vrsic belassen. Dass ausgerechnet der für den Mittelfeldmann eingewechselte Marko Stankovic in der 61. Minute den einzigen Treffer des Abends erzielte, durfte Stöger positiv zur Kenntnis genommen haben. Konkurrenz im eigenen Lager hat bekanntlich noch selten geschadet. "Wir haben Qualität im Kader und Spieler auf der Bank, die ein Spiel immer umdrehen können", sagte der Austria-Coach.
Gorgon betrieb Selbstkritik
Stankovic stieß als direkt Betroffener ins selbe Horn. "Ich habe nun nie das Gefühl, dass ich 12. oder 13. im Kader, sondern immer dabei bin", erklärte der Siegtorschütze. Er hoffe natürlich auch auf Einsätze von Beginn an. Den Erfolg gegen die Admira stufte der 26-Jährige als verdient ein, zu glänzen habe man aber nicht vermocht. "Wir waren dominant, aber teilweise zu hektisch und kompliziert", sagte Stankovic. Auch Alexander Gorgon betrieb Selbstkritik: "Nach dem 1:0 hat ein wenig der Biss gefehlt. Vor allem die Aktionen nach vorne waren zu unkonsequent."
Die Admira reiste dennoch unverrichteter Dinge aus Wien ab. "Wir hatten die Möglichkeiten, Tore zu schießen und das nicht getan - Punkt", fasste Dietmar Kühbauer zusammen. Nach den Spielen der Europa League-Qualifikation gegen Sparta Prag blieben die Südstädter trotz guter Leistung erneut ohne Erfolgserlebnis. "Wir haben sehr viel investiert in den letzten Wochen, sind aber auch heute nicht belohnt worden. Wir fahren mit einer Null heim, das ist für die Spieler nicht schön", ärgerte sich Kühbauer. Ein
ähnliches Schicksal war im internationalen Bewerb der SV Ried widerfahren. Die Innviertler beendeten ihre Aufgabe aber mit einem 3:2-Favoritensieg in Wiener Neustadt erfolgreich und stießen auf Platz drei vor. Der seit nunmehr bereits 17 Liga-Spielen sieglose SC erzielte zwar durch Dario Tadic das 1:0 und sein somit erstes Saisontor, danach legten die Innviertler aber los. In Wiener Neustadt werden bereits nach vier Runden Durchhalteparolen laut. "Man darf nicht resignieren, es muss weiter gehen. Aus den Fehlern müssen wir lernen, die Burschen müssen mehr Männer werden", meinte Trainer Heimo Pfeifenberger.





















