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Zuletzt aktualisiert: 09.08.2012 um 23:06 UhrKommentare

Rapid rettete ÖFB-Ehre - Sieg im Krimi gegen Novi Sad

Rapid hat auf hochdramatische Art und Weise die vierte und letzte Qualifikations-Runde der Europa-League erreicht. Die Wiener gewannen gegen Novi Sad 2:0 und schafften bei einem Gesamtscore von 3:2 den Aufstieg.

Jubel bei den Wienern

Foto © APAJubel bei den Wienern

Rapid hat Österreichs Fußball-Ehre gerettet. Nach dem Scheitern von Salzburg, Ried und der Admira verhinderten die Wiener das totale Europacup-Fiasko. Rapid nahm in der Europa-League-Qualifikation mit viel Mühe die serbische Hürde Vojvodina Novi Sad und steht damit im Play-off (23. und 30. August). Nach einer 1:2-Auswärtsniederlage drehten die Rapidler den Spieß mit einem hoch dramatischen 2:0-Heimsieg noch um. Nach der Roten Karte für Novi-Sad-Verteidiger Vladan Pavlovic (84.) fixierten die Rapidler erst in der Nachspielzeit den Aufstieg. Deni Alar traf per Foul-Elfmeter in der 91. Minute, Terrence Boyd machte dann in der 98. Minute endgültig alles klar. Den nächsten Gegner erfahren die Rapidler schon am Freitag bei der Auslosung ab 13.30 Uhr.

Fand zuerst keine Mittel

Es lag an Rapid, die heimische Fußball-Ehre zu retten. Dafür war allerdings eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber der 0:3-Derbyschlappe am Sonntag notwendig. Dafür nahm Trainer Peter Schöttel auch drei Änderungen vor: Markus Heikkinen, Thomas Prager und Guido Burgstaller rückten für Muhammed Ildiz (krank), Stefan Kulovits und Alar in die Startformation. Rapid versuchte zwar druckvoll zu agieren, fand aber wie schon zuletzt auch gegen die Austria keine Mittel, um echte Chancen herauszuspielen. Die grün-weißen Geistesblitze fehlten, um die vor allem auf Defensive bedachten Gäste auszuhebeln. Wenn überhaupt, dann wurde es nach Standardsituation gefährlich. Steffen Hofmann schoss einen Freistoß genauso übers Tor (25.) wie Christopher Drazan seinen Versuch nach einer Eckball-Variante (32.).

Ansonsten plätscherte das Geschehen sehr zum Gefallen der Serben ereignislos Richtung Pause. Novi Sad tauchte nur einmal in den ersten 45 Minuten gefährlich im Rapid-Strafraum auf, Marko Poletanovic vergab aus kurzer Distanz (34.). Rapid startete mit mehr Elan in die zweite Spielhälfte. Nur 30 Sekunden nach Wiederanpfiff vergab Boyd (46.), der wenig später per Kopf am blendend reagierenden Goalie Nemanja Supic scheiterte (53.). Burgstaller verfehlte das lange Kreuzeck (56.) und damit war der grün-weiße Zwischensprint wieder vorbei.

Finish war nichts für schwache Nerven

Die Schlussoffensive wurde vom aufgerückten Verteidiger Mario Sonnleitner eingeleitet, nach Hofmann-Freistoßflanke landete Sonnleitners (Hinter)-Kopfball an der Latte (74.). Novi Sad versuchte bei jeder Gelegenheit mit Mätzchen und Verzögerungen, womöglich entscheidende Sekunden herauszuschinden. In der 84. Minute flog Pavlovic nach einem brutalen Foul an Christopher Trimmel vom Feld.

Wie schon im Hinspiel war das Finish nichts für schwache Nerven. Diesmal hatten die Rapidler das bessere Ende für sich. Nach Foul von Branislav Trajkovic an Boyd entschied der Referee auf Elfmeter. Nicht der im Hinspiel vom Elferpunkt gescheiterte Hofmann, sondern Alar schnappte sich den Ball und verwertete eiskalt flach ins rechte Eck zum 1:0 (91.). Sekunden vor dem Schlusspfiff machte Boyd dann gegen die plötzlich verzweifelt stürmenden Serben mit dem 2:0 nach Konter alles klar (98.).


Ergebnis:

Fußball-Europa-League-Qualifikation - 3. Runde, Rückspiel:
SK Rapid Wien - Vojvodina Novi Sad Endstand 2:0 (0:0)
Wien, Hanappi-Stadion, 15.800, SR Robert Malek (POL). Hinspiel 1:2 - Rapid mit Gesamtscore von 3:2 im Europa-League-Play-off (Auslosung am Freitag/Spieltermine 23. bzw. 30. August)
Tore:
1:0 (91.) Alar (Elfmeter) 2:0 (98.) Boyd
Rapid: Königshofer - Trimmel, Sonnleitner, Gerson, Katzer - Heikkinen, Prager (71. Alar) - Hofmann, Burgstaller (93. Kulovits), Drazan – Boyd
Vojvodina: Supic - Vulicevic, Djuric, Trajkovic, Pavlovic - Serginho Greene (88. Jokic), Ajuru (73. Mitosevic) - Stevanovic, Moreira, Poletanovic (92. Bojovic) – Oumarou
Rote Karte: Pavlovic (83./Foul)
Gelbe Karten: Alar, Boyd bzw. Ajuru, Serginho Greene, Pavlovic
Die Besten: Burgstaller, Hofmann bzw. keine

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