Ried als Favorit ins Duell mit Wacker Innsbruck
Im Bundesliga-Heimspiel gegen den FC Wacker Innsbruck ist am Sonntag vor eigenem Publikum Wiedergutmachung angesagt: Es gilt die Niederlage gegen Aufsteiger WAC vom vergangenen Wochenende auszubügeln.

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Die SV Ried hat sich am Donnerstag mit dem 2:1 gegen Legia Warschau auf europäischer Ebene einmal mehr in der Keine-Sorgen-Arena von einer sehr guten Seite gezeigt. Im Bundesliga-Heimspiel gegen den FC Wacker Innsbruck am Sonntag (16.00 Uhr) ist vor eigenem Publikum trotzdem Rehabilitation angesagt, gilt es doch die 0:2-Heimpleite gegen Aufsteiger WAC vom vergangenen Wochenende vergessen zu machen.
Die Oberösterreicher gehen als Favorit in die Partie, das unterstrich auch Heinz Fuchsbichler. "Am Sonntag haben wir wieder umgekehrte Rollen, da sind wir der Favorit und sollen wir das Spiel machen", ist sich der Ried-Trainer bewusst. Die Statistik spricht ebenfalls klar für die Rieder, die im direkten Duell schon seit sieben Bundesligaspielen (seit dem 1:0 am 11. September 2010 in Innsbruck) ungeschlagen sind.
Unterschätzen verboten
Unterschätzen dürfe man die Innsbrucker aber keinesfalls. "Es sind erst zwei Runden gespielt. Wacker Innsbruck hat sicher Qualität und ist sehr gefährlich", sagte Fuchsbichler. Der Gegner wurde zweimal beobachtet, aufgrund der wenigen Änderungen in der Sommer-Übertrittszeit bei den Tirolern wisse man aber ohnehin, was einen erwarte.
Genauso wie sein Trainer rechnete auch Thomas Reifeltshammer mit einem starken Gegner. "Die Innsbrucker sind mit zwei Niederlagen gestartet und stehen unter Druck. Wir müssen deshalb höllisch aufpassen", warnte der Abwehrchef. Nichtsdestotrotz seien die drei Punkte eingeplant. "Ein Sieg zu Hause gegen Innsbruck ist für uns Pflicht", ergänzte Reifeltshammer. Auch Mario Reiter war zuversichtlich. "Der Sieg gegen Legia Warschau gibt uns einen Schub für das Spiel gegen Innsbruck", sagte der vielseitig einsetzbare Rieder.
Klassischer Fehlstart
Die Tiroler haben einen klassischen Fehlstart in der Liga hingelegt. Nach dem 0:4 bei Rapid und dem Heim-1:2 gegen die Admira wartet nun mit Ried der nächste Europa-League-Quali-Teilnehmer auf die Innsbrucker. "Gegen die Admira waren wir schon um vieles besser als gegen Rapid. Die Tendenz ist eindeutig steigend", blickte Walter Kogler optimistisch in Richtung seiner 75. Bundesliga-Partie auf der Wacker-Trainerbank.
Die personelle Situation im Lager der Innsbrucker wird auch immer besser. Der noch nicht zur Startformation zählende Carlos Merino komme etwa immer besser in Schwung, zudem sei Mittelfeld-Stabilisator Tomas Abraham wieder in der Spur. "Ich denke, dass wir besser unterwegs sein werden, als zuletzt", sagte Kogler.
Großer Respekt
Unabhängig davon hat das Tabellenschlusslicht vor dem Gegner großen Respekt. "Ried ist ein unangenehmer Gegner, der keinen Ho-Ruck-Fußball spielt, solide ist, das Spiel kontrolliert und dadurch die Vormachtstellung gewinnt", sagte der Kärntner. Der Auftritt der Oberösterreicher in der Europa-League-Quali sei gesamt gesehen sehr gut gewesen. "Wir müssen aufpassen, auch weil sie sich sicher für die Heimpleite gegen den WAC rehabilitieren wollen", erwartete Wackers Trainer einen starken und im Vergleich zum Duell mit Legia Warschau (4-2-3-1) wieder im üblichen 3-3-3-1-System einlaufenden Gegner.
Wollen die Tiroler gewinnen, müssen sie auf jeden Fall eine Negativserie beenden, sind sie doch insgesamt und auch auswärts seit sieben Bundesligaspielen sieglos. Marcel Schreter traute das seiner Mannschaft durchaus zu. "Wir sind schlecht gestartet, aber nach zwei Runden haben wir noch keinen Druck, die Meisterschaft ist noch lange. In Ried wollen wir jetzt aber unbedingt punkten", sagte der bisher einzige Saisontorschütze der Tiroler.





















