Verband forderte 15 Monate Sperre für Conte
Der italienische Fußball-Verband legt in Sachen Wettskandal einen Zahn zu: Am Donnerstag forderte die Behörde 15 Monate Sperre für Juve-Coach Antonio Conte, der in seiner Zeit als Siena-Trainer über zwei Spielabsprachen in der Serie B informiert gewesen soll.

Foto © APAntonio Conte
15 Monate Sperre für Juventus-Turin-Meistermacher Antonio Conte, das hat am Donnerstag der italienische Fußball-Verband (FIGC) gefordert. Ein im Zuge des Wettskandals verhafteter Profi hatte Conte beschuldigt, im Mai 2011 in seiner Zeit als Siena-Trainer über zwei Spielabsprachen in der Serie B informiert gewesen zu sein. Conte soll dies jedoch nicht gemeldet und sich damit strafbar gemacht haben.
FIGC-Chefankläger Stefano Palazzi forderte auch für Contes Assistenten Angelo Alessio ein 15-monatiges Berufsverbot. Das Urteil wird von der FIGC-Disziplinarkommission gefällt, die Deadline soll der 10. August sein. Diese Kommission hatte am Mittwoch einen Antrag Contes auf einen Vergleich überraschend abgelehnt. Juventus-Präsident Andrea Agnelli verurteilte den Verband scharf und sprach von einer "neuerlichen Attacke" gegen seinen Club. Im Zuge des sogenannten "Calciopoli"-Skandals rund um Matchabsprachen waren Juventus die Meistertitel 2005 und 2006 aberkannt worden.
Siena jedenfalls wurde bereits am Mittwoch verurteilt, der Klub startet mit sechs Minuspunkten in die kommende Serie-A-Saison. Insgesamt 13 Klubs, 45 Spielern und einigen Trainern von der Serie A bis in untere Ligen sollen Verfahren drohen. Die Ankläger vermuten einen internationalen Wettring, der Spieler bezahlt haben soll, um Partien entscheidend zu beeinflussen.




















