Ried besiegte Legia Warschau mit 2:1
In der Schlussphase mussten die Rieder zwar noch einmal zittern, den Sieg ließen sich die "Wikinger" aber nicht mehr nehmen. Die Fuchsbichler-Elf besiegte Legia Warschau am Donnerstag in der dritten Runde der Europa-league-Quali mit 2:1.

Foto © APARied jubelt: Die Chancen auf einen Aufstieg stehen gut
Ried-Trainer Fuchsbichler hatte ziemlichen Respekt vor Polens achtfachem Meister Legia Warschau, setzte also auf Defensive und brachte nur eine Spitze, nämlich Gartler. Bald schon allerdings hatte man den Eindruck, dass er sich nicht so sehr hätte fürchten müssen, denn der Gast war weit weniger gefährlich als sieben seiner Fans, die schon im Vorfeld der Partie festgenommen wurden. Die, die ins Stadion durften, benahmen sich dann anständig, wurden aber auch von 600 Polizisten bewacht.
Aber zurück zum Match: Den allerersten Torschuss gab's erst nach 22 Minuten, Legias Radovic verzog allerdings. Den ersten Eckball gab's knapp fünf Minuten später. Legias Stürmer liefen ein ums andere Mal ins Abseits und bis zum Pausenpfiff hatten beide Torhüter kein einziges Mal einzugreifen. Was aber nicht heißt, dass Ried gänzlich ungefährlich gewesen wäre, doch Gartler rutschte bei einem Querpass am Ball und somit am 1:0 vorbei.
Der Topscorer trifft
Coach Fuchsbichler reagierte in der Pause wider Erwarten nicht, beließ es (vorerst) beim Ein-Mann-Sturm und hoffte dennoch auf mehr Innviertler Initiative. Die folgte dann auch und wurde sogar rasch belohnt. Gartler traf nach einer Flanke von Reiter und vor den Augen von ÖFB-Boss Windtner per Kopf (52.). Rieds neuer Topscorer hielt somit bei fünf von - zu diesem Zeitpunkt - acht Rieder Pflichtspieltreffern in der neuen Saison. Den neunten erzielte dann Hadzic aus einem Hands-Elfmeter (62.), Legias "Übeltäter" flog vom Platz.
Vor dem Match meinte Trainer Fuchsbichler, dass seine Spieler "dieses Match genießen sollen". Bis zur 85. Minute werden sie das auch getan haben, dann aber gerieten die "Wikinger" noch stark in Seenot und hatten Glück, dass sie "nur" das 1:2 durch Ljubija kassierten. Und so ist das Tor zu Runde vier in der Europa-League-Qualifikation nun doch nur ein bisschen und nicht weit offen.
Features
Niederlagen für Rapid & Admira
EL-Quali, 3. Runde, Hinspiel
SV Ried
- Legia Warschau 2:1 (0:0)
Ried, Keine-Sorgen-Arena, 4.200,
SR Ante Vucemilovic-Simunovic (CRO)
Torfolge:
1:0 (52.) Gartler
2:0 (62.) Hadzic (Hands-Elfmeter)
2:1 (85.) Ljuboja
Ried: Gebauer - Hinum, Reifeltshammer, Riegler, A. Schicker -
Hadzic, Ziegl - Grössinger (60. Nacho), M. Reiter, Meilinger (79.
Guillem) - Gartler (71. Zulj)
Legia: Kuciak - Jedrzejczyk, Zewlakow, Astiz, Wawrzyniak - Lukasik
(72. Vrdoljak) - Radovic, Ljuboja, Gol (46. Saganowski), Kucharczyk
(64. Rzezniczak) - Kosecki
Gelb-Rote Karte: Wawrzyniak (61./Handspiel)
Gelbe Karten: Riegler, Gebauer, Ziegl bzw. Keine
Rückspiel am 9. August (19.00 Uhr) in der Pepsi-Arena in Warschau



















