Zurück im Stall der "Bullen"
Unter dem neuen Salzburg-Trainer Schmidt gehört der Kärntner Martin Hinteregger wieder der Stammelf an. Stefan Hierländer ist in Frühform.

Foto © GEPAMartin Hinteregger
Während in Wolfsberg der Wettergott kein Erbarmen hatte, konnten die übrigen vier Partien der 1. Runde der neuen Bundesliga-Saison wie geplant über die Bühne gehen. Und da war man auch auf das Auftreten der Kärntner Legionäre bei den einzelnen Teams gespannt. Wer von ihnen beim Auftakt glänzte und wer noch Aufholbedarf hat? Hier der Form-Check.
Martin Hinteregger (Salzburg)
Anfang März war der 19-jährige Sirnitzer unter Ex-Trainer Ricardo Moniz noch in Ungnade gefallen und wurde aus disziplinären Gründen kurzerhand aus dem Kader geworfen. Auch die Kapitänsrolle wurde ihm entzogen. Unter dem neuen Trainer Roger Schmidt gehört der Innenverteidiger wieder dem Stammpersonal an. Beim 2:0-Auswärtserfolg von Red Bull Salzburg bei Sturm Graz zum Saisonauftakt war Hinteregger einer der auffälligsten "Bullen". Stark im Zweikampfverhalten, 46 Ballkontakte, 22 Pässe mit 60-prozentiger Genauigkeit. Dazu vergab er zwei Torchancen. Spielt er so weiter, führt kein Weg an ihm vorbei.
Stefan Hierländer (Salzburg)
Die Experten des TV-Senders Sky, Hans Krankl und Heribert Weber, gerieten ins Schwärmen: "Wenn er offensiv spielen darf, dann zeigt er, was er kann", sagten beide unisono. Nach der peinlichen 0:1-Niederlage in der Champions-League-Qualifikation in Düdelingen setzte Schmid gegen Sturm Hierländer in der Startelf ein und bewies damit ein glückliches Händchen. Als "Zehner" riss der Greifenburger die Bälle an sich, zeigte Übersicht und bereitete auch einen Treffer vor. Beim 1:0 auf Jonathan Soriano setzte sich der 21-Jährige auf der linken Seite durch. Zufrieden mit Hierländers Leistung war auch Schmidt: "Technisch ist er ein sehr guter Spieler, der aus meiner Sicht hinter den Spitzen spielen muss." Unter Moniz spielte Hierländer fast nur Rechtsaußen in der Verteidigung.
Manuel Weber (Sturm Graz)
Biss gegen Salzburg trotz Schmerzen - er laboriert immer noch an einer Mittelfußprellung und musste Schmerztabletten nehmen - die Zähne zusammen und war bis zu seiner Auswechslung in der 68. Minute einer der besten Grazer und brillierte mit guten Pässen. Unter dem neuen Trainer Peter Hyballa spielt der Villacher im rechten Mittelfeld viel offensiver als noch unter Ex-Trainer Franco Foda. Der Kapitän sollte sich, wenn er schmerzfrei ist, keine Sorgen um seinen Stammplatz machen. Christopher Wernitznig (Innsbruck). Zeigte wie seine Kollegen beim 0:4 bei Rapid eine schwache Leistung. Wurde in der 81. Minute ausgewechselt. Gilt im linken Mittelfeld aber weiter als gesetzt.
Guido Burgstaller (Rapid)
Wurde in der 59. Minute eingewechselt und sah die Gelbe Karte. Spielte unauffällig. Rapid ist im Mittelfeld breit aufgestellt. Burgstaller wird um einen Stammplatz weiter hart kämpfen müssen. WAC. Am Montag fällt die Entscheidung, wann das Spiel gegen die Wiener Austria nachgetragen wird. Wahrscheinlichster Termin ist der kommende Mittwoch um 18.30 Uhr. Sollte das Spiel zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt, würde der WAC erst am Samstag in Ried in die Saison starten. Trainer Nenad Bjelica: "Das wäre auch kein Problem."






















