Ohne Schweiß kein Preis
Die Bundesliga-Premiere für die Lavanttaler naht. Und Trainer Nenad Bjelica "packt" seine WAC-Spieler noch einmal so richtig an.

Foto © GEPAChristian Dobnik
Nenad Bjelica kann aufgrund der Anatomie nicht ganz so hoch hinaus wie Michael "Air" Jordan, aber er orientiert sich in seinen Grundsätzen am legendären Basketballer. Jordan, sagt der Trainer des WAC, sei einmal gefragt worden, ob er auch viel Glück gehabt habe. Und die Antwort lautete: "Wenn ich mehr trainiert habe, habe ich auch mehr Glück gehabt." Bjelicas Zusammenfassung: "Ohne Arbeit gibt es auch kein Glück."
Nenad Bjelica lässt viel und hart trainieren und brütet nicht wegen der Hitze über Milderungsgründen. "Wir haben die Intensität in jedem Zeitraum, ob Sommer oder Winter, um zehn Prozent gesteigert." Waren früher einmal zehn Minuten ausreichend für eine Einheit, sind mittlerweile 16 Minuten gerade gut genug.
Der bisherige Werdegang des Teams bestätigt den Aufwand. "Wir haben ja gesehen, dass wir damit Erfolg haben." In der vergangenen Saison wiesen die meisten Neuankömmlinge einen Trainingsrückstand auf, zum Teil in erheblichem Ausmaß. Ein Beispiel: Jacobo. Der Rest ist bekannt. Eine kleine Einschränkung muss Bjelica jedoch vornehmen. "Ich habe noch keine Vergleichsmöglichkeiten mit der Bundesliga."
Aber das haben einige Spieler des Aufsteigers. Wie Neuzugang Michael Liendl. Der Steirer spielte zuletzt drei Jahre lang bei der Wiener Austria. "Da war die Trainingsintensität in der Vorbereitung ähnlich hoch. Wie bei der Austria wird auch beim WAC viel mit dem Ball gearbeitet", so Liendl. Und was unterscheidet Bjelica von seinen ehemaligen Austria-Trainern Karl Daxbacher und Ivica Vastic? "Bjelica führt viele Einzelgespräche und hat einen sehr engen Bezug zu den Spielern. Das war speziell bei Daxbacher nicht der Fall", sagt Liendl rückblickend.
Bereits in seine zehnte Saison als Bundesliga-Profi geht WAC-Verteidiger Christian Thonhofer: "Ich hatte sicher schon härtere Trainer. Peter Pacult ließ uns bei Rapid oft einfach nur Runden laufen, ohne dass wir unsere Werte erfuhren." Und fügt hinzu: "Das heißt nicht, dass Bjelica nicht viel verlangt. Er gibt ordentlich Gas, was in der Vorbereitung aber notwendig ist." Und menschlich? Thonhofer: "Während viele meiner Ex-Trainer ihre Lieblinge hatten, behandelt Bjelica alle Spieler gleich. Das gefällt mir."
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Letztes Testspiel. Der WAC trifft am Dienstag, 10. Juli (18 Uhr), auf den türkischen Erstligisten Orduspor mit Startrainer Hector Cuper.
Cup. Das erste Pflichtspiel wartet am Samstag, 14. Juli (18 Uhr) bei Ostbahn XI.
Bundesliga. Der Saisonauftakt in der Bundesliga erfolgt am 21. Juli (18.30 Uhr) in der Lavanttal-Arena gegen Austria Wien.






















