"Wichtiger Schritt in die richtige Richtung"
Steirische Fußball-Experten sind mit der Einführung der neuen Torlinien-Technologie zufrieden.
Quelle © Filmvorschau | Foto: RCA IFAB erlaubt Tortechnik
Am Tag nach der historischen Regeländerung im Fußball durch das IFAB, waren sich auch die Experten in der Steiermark fast einig: "Die Torlinien-Technologie zu erlauben, war ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung."
Wie schnell und wie weit die Technologie auf die Fußballplätze dieser Erde getragen wird, liegt nun aber in Händen der einzelnen Länder, Verbände und Ligen. Immerhin sind die beiden Systeme Hawk Eye und GoalRef (Chip im Ball Anm.) eine kostspielige Sache. 120.000 bis 300.000 Euro pro Stadion kostet die Ausstattung mit einem der beiden Systeme.
Und dennoch wird man sich schon bald auch in Österreich Gedanken über eine Einführung der Torlinien-Technologie machen, wie Bundesliga-Präsident Hans Rinner verrät: "Wir werden mit der FIFA und der UEFA Kontakt aufnehmen, Testberichte anfordern und gemeinsam mit dem ÖFB eine Arbeitsgruppe bilden, in der wir dieses Thema diskutieren werden." Einen Schnellschuss schließt Rinner aus. "Die Einführung der Technik macht nur mit Saisonbeginn Sinn." Sollte für die Liga und die Klubs die Torlinien-Technologie finanzierbar sein, könnte sich Rinner einen Startschuss mit Beginn der Saison 2013/14 vorstellen. Den Schritt der Regelhüter sieht er grundsätzlich als "positive Entscheidung".
Und auch der steirische Verbands-Präsident Wolfgang Bartosch ist zufrieden mit der Regeländerung. "Ich glaube, das entspricht einfach dem heutigen Stand der Technik, denn wie wir bei der Euro gesehen haben, kommt es immer wieder zu menschlichem Versagen." Nichts hält Bartosch von einem Videobeweis bei anderen Entscheidungen. "Dadurch würde der Spielfluss gestört." Eine Einführung der Systeme im Amateurfußball kann sich Bartosch vorstellen, aber "erst in einem Zeitrahmen von zehn Jahren oder mehr."
Kleine Zeitung-Experte Markus Schopp zum Thema: "Ich habe es nie verstanden, dass man sich der Technik nicht öffnet. Das ist eine gute Entscheidung. Aber der Torraum sollte der einzige Bereich bleiben, in dem Technik erlaubt ist. Alles andere sollte so bleiben, wie es ist."
Sturm-Trainer Peter Hyballa steht der neuen Entwicklung geteilt gegenüber. "Den Charme des Fußballs machen ja auch die kurzfristigen Entscheidungen aus", meint der Deutsche und fügt an: "Ich finden den Fußball so interessant, wie er ist. Und ich glaube wir haben andere, wichtigere Probleme als diese seltenen, strittigen Tor-Situationen."





















