Was sind "GoalRef" und "Hawk-Eye"?
"Intelligentes Tor" (GoalRef)
Experten des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen (IIS) aus Erlangen forschen seit drei Jahren an dieser Technik. Diese basiert auf einem Magnetfeld am Tor. Passiert der Ball die Torlinie, wird ein entsprechendes Funksignal dem Schiedsrichter auf dessen Uhr übermittelt. "Der Diebstahlschutz im Kaufhaus basiert auf einer ganz ähnlichen Technik", sagt Fraunhofer-Ingenieur Thomas von der Grün. Und so wie dort ein Alarm ausgelöst werde, wenn die Sicherung an der Ware nicht entfernt worden ist, so übermittle die Technik im Stadion ein Signal an den Unparteiischen.
Torkamera
Die sogenannte Hawk-Eye-Technik aus England wurde zuletzt bei der EM-Generalprobe der englischen Nationalmannschaft gegen Belgien im Wembley-Stadion getestet. Erfahrungen damit gibt es bereits im Tennis und im Cricket. Das System arbeitet mit Kameras und einer optischen Erkennung der Spielsituation. Allerdings würde die Rückmeldung durch das System, die etwa per Vibration erfolgt, nur an den Schiedsrichter erfolgen und wäre im Unterschied zum Hawk-Eye beim Tennis nicht für das Publikum bestimmt.
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Gralshüter der Fußball-Regeln
Seit 126 Jahren wachen die Mitglieder des International Football Association Boards (IFAB) über die Regeln des Fußballs. Dem Gremium gehören traditionell vier Mitglieder des Weltverbandes Fifa sowie je ein Gesandter der nationalen Verbände von England, Schottland, Nordirland und Wales an. Zweimal im Jahr kommt das IFAB zu einem Treffen zusammen und berät sowie beschließt Regelfragen.
Gegründet wurde das IFAB 1886 von den vier britischen Verbänden. Die Fifa erkannte das Gremium bei ihrer Gründung 1904 an. Seit 1913 stellt die Fifa 50 Prozent der Mitglieder. Regeländerungen können nur bei Zustimmung durch 75 Prozent erzielt werden. Die Fifa-Gesandten stimmen nach einem ungeschriebenen Gesetz einheitlich.
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Bild vergrößernBei der WM 2010 kam es im Spiel England vs. Deutschland zur "Wembley-Revanche"Foto © Reuters
























