Blau-weißer Knappe aus dem Lavanttal
Gerhard Zuber (36) aus Bad St. Leonhard ist stellvertretender Sportdirektor beim deutschen Fußballklub Schalke 04.

Foto © KKGerhard Zuber mit dem DFB-Pokal
"Vielleicht war ich einfach nicht gut genug" antwortet Gerhard Zuber augenzwinkernd auf die Frage, warum ihm als aktiver Kicker der Sprung zu den Top-Teams verwehrt blieb. Ein Vizemeistertitel mit Voitsberg in der Regionalliga steht als größter Erfolg zu Buche. Champions-League-Luft durfte er nur beim "UEFA Futsal Cup" in der Halle schnuppern.
Doch wie Zuber beweist, man muss nicht immer ein "Starkicker" gewesen sein, um sich später im Fußball einen Namen zu machen. Als stellvertretender Sportdirektor ist der Bad St. Leonharder beim deutschen Traditionsklub Schalke 04 die rechte Hand von Manager und Ex-Sturm-Graz-Spieler Horst Heldt. Der 36-Jährige Lavanttaler hat bei den Knappen - wie der Klub genannt wird - bei Transfers oder Verträgen ein gehöriges Wort mitzureden und ist zudem Leiter der Scoutingabteilung. In seinem Büro gehen Stars wie der Niederländer Klaas-Jan Huntelaar oder der Spanier Rául aus und ein.
Seit seiner Kindheit hat sich der Sport- und Geographiepädagoge dem Fußball verschrieben. "Der Sport ist für mich die größte Leidenschaft", sagt Zuber, der auch die Trainerlizenz besitzt. Das Management hat ihn mehr fasziniert, als die Trainerbank, "weil man da längerfristiger planen kann." Erste Erfahrungen sammelte er beim GAK. Während der EM 2008 arbeitete er beim ÖFB, dann ereilte ihn der Ruf aus Deutschland. Zuerst beobachtete er für den VfB Stuttgart Talente in Europa. Dann lotste ihn Heldt in den Ruhrpott nach Gelsenkirchen, wo Schalke beheimatet ist.
Ins Schwärmen gerät Zuber, wenn er von der dortigen Fußballbegeisterung erzählt. "Die Arbeitslosigkeit in der Region ist hoch. Für viele Menschen ist der Klub das Wichtigste im Leben." Zum alljährlichen "Tag der Fans" kommen mehr als 100.000 Besucher zur Anlage. Anfang August wird Zuber auf Besuch in Kärnten sein. Da schlägt Schalke sein Trainingslager in Klagenfurt auf.





















