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    Zuletzt aktualisiert: 17.05.2012 um 16:37 UhrKommentare

    Die Sonne strahlte, und Polens Kicker lachten

    Die Gastgeber der Fußball-Europameisterschaft bereiten sich seit Mittwoch in einem vierzehntägigen Trainingslager in Osttirol auf das fußballerische Großereignis vom 8. Juni bis 1. Juli in Polen und der Ukraine vor.

    Foto © APA

    Die Sonne strahlte, auf den Bergen glitzerte der Schnee, während die polnische Nationalmannschaft am Donnerstagvormittag ihr erstes Training im Lienzer Dolomitenstadion absolvierte. Die Gastgeber der Fußball-Europameisterschaft bereiten sich seit Mittwoch in einem vierzehntägigen Trainingslager auf das fußballerische Großereignis vom 8. Juni bis 1. Juli in Polen und der Ukraine vor. Die Stimmung in der Truppe von Trainer Franciszek Smuda war hervorragend.

    Auch wenn zuvor angekündigt war, es gebe ein offizielles Training, so mussten sich die rund hundert Zaungäste darunter auch eine Gruppe polnischer Fans die es nach Osttirol trieb, mit Blicken durch den Zaun begnügen. Sie sahen dabei wie Arsenals Startormann Lukasz Fabianski und seine Kollegen nach Aufwärmübungen Sprinttests absolvierten, um schließlich auch in kleinen Gruppen den Ball zirkulieren zulassen. Der Spaß war ihnen dabei anzusehen. Am Nachmittag stand dann noch Krafttraining unter anderem auf Ergometern in einem eigens errichteten Zelt neben dem Rasenplatz auf dem Programm.

    Nationaltrainer von Lienz begeistert

    "Wir werden auf jeden Fall physisch gut auf die EM vorbereitet sein", versprach der Nationaltrainer den rund 20 mitgereisten polnischen Journalisten am Donnerstagnachmittag auf der ersten Pressekonferenz in der Tennishalle neben dem Dolomitenstadion, die eigens zu einem Pressezentrum umfunktioniert wurde. Kritik, dass die polnische Elf unter seinem Vorgänger physisch nicht fit gewesen sei, wies der 63-jährige Smuda, der seit Juli 2009 Nationaltrainer ist, zurück. Gleichzeitig betonte er, dass die Mannschaft voll motiviert sei und drohte seinen Spielern: "Wer nicht an einem Strang zieht, wird nach Hause geschickt."

    Im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur zeigte sich der Weltenbummler Smuda, der nicht nur in Deutschland, sondern auch in den USA gespielt hatte, von den ersten Eindrücken in Lienz begeistert: "Wir haben hervorragende Bedingungen. Lienz ist ein sehr guter Ort für die Vorbereitung. Wir haben hier am Platz und im Hotel alles was wir brauchen. Die Atmosphäre ist hervorragend, genau der richtige Ort für die Vorbereitung." Auch im Hotel können sich die Polen zurückziehen, denn das Grandhotel wird eigens von Securities überwacht, um Fotografen und Fans fernzuhalten.

    Dabei standen beim ersten Training die großen Stars der polnischen Mannschaft noch nicht am Platz. Denn das polnische Trio Robert Lewandowski, Lukasz Piszczek und Jakub Blaszczykowkski vom deutschen Double-Gewinner Dortmund wird erst am Montag zur Mannschaft stoßen. Bei den beiden Testspielen in Klagenfurt gegen Lettland (22. Mai) und Armenien (26. Mai) sollen sie jedenfalls dabei sein.

    Als Ziel für die Heim-EM hat der polnische Nationaltrainer den Aufstieg aus der Vorrunde ausgeben. "Dann sehen wir weiter. In einem Turnier ist dann vieles möglich", betonte Smuda. Die Polen bestreiten am 8. Juni in Warschau das Eröffnungsspiel und treffen in der Gruppenphase noch auf Russland und Tschechien.

    Polen ist jedoch nicht der einzige der 16 EM-Endrunden-Teilnehmer, der sich in Österreich vorbereitet. Co-Gastgeber Ukraine wird vom 25. Mai bis 6. Juni in Walchsee erwartet, Griechenland in Kitzbühel (20. Mai bis 1. Juni), Titelverteidiger Spanien in Schruns-Tschagguns (22. Mai bis 29. Mai), Tschechien in Bad Waltersorf (20. Mai bis 27.Mai) und Kroatien in Bad Tatzmannsdorf (27. Mai bis 1. Juni).

    Peter Hechenberger/APA aus Lienz

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