Maierhofer würde Jantscher Torjägerkrone gönnen
Stefan Maierhofer gegen Jakob Jantscher lautet Salzburgs internes Duell um die Torjägerkrone. Vor dem Saisonkehraus gegen die Admira liegen die beiden Teamkollegen mit 14 Treffern gleichauf an der Spitze.

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Geht es nach Maierhofer, hätte sich der von seiner Schulterverletzung eben erst genesene Jantscher den Titel "einen Tick mehr verdient". Die Chance, dass am Ende der extrovertierte Sturmtank die Ehrung entgegennimmt, ist trotzdem größer.
Während Maierhofer sein Trefferkonto gegen die Niederösterreicher von Beginn an weiter aufstocken kann, nimmt Jantscher mit Blick auf das Cupfinale am Sonntag gegen Ried zunächst wohl nur auf der Ersatzbank Platz. Treffen beide nicht, wäre eine Bundesliga-Negativmarke aus dem Jahr 1994 eingestellt. Damals brachten es die ebenfalls für Salzburg spielenden Nikola Jurcevic und Heimo Pfeifenberger als Schützenkönige auch auf je 14 Saisontore.
Die Torjägerkrone verdient hätten ob der Leistungen im Frühjahr beide. Mit acht größtenteils entscheidenden Treffern brachte Jantscher die Salzburger wieder auf Titelkurs. "Ohne Jantscher wären wir nicht dort, wo wir heute stehen", urteilte Trainer Ricardo Moniz. Der von Teamchef Marcel Koller als Werwolf bezeichnete Maierhofer zeigte in den letzten Wochen aber ebenfalls seine Vollmond-Form. Tore gegen seinen Ex-Club Rapid, Kapfenberg und Wiener Neustadt ebneten Salzburg den Weg zum Meisterteller.
Zwei Pokale
"Es wäre schön, wenn Jakob und ich den Titel zugleich einfahren und der ÖFB zwei Pokale zur Verfügung stellt", sagte Maierhofer zur Ausgangslage. Er würde den Titel aber auch seinem ebenfalls ins Nationalteam einberufenen Mitspieler gönnen. "Jakob hat es sich vielleicht einen Tick mehr verdient als ich. Es war aus privater Sicht kein leichtes Jahr für ihn und er hat sich immer in den Dienst der Mannschaft gestellt."
Ohnedies sei der persönliche Erfolg in Anbetracht des mannschaftlichen nicht so wichtig. "Ich versuche, mich immer in den Dienst der Mannschaft zu stellen und Erfolg zu haben. Das macht den Typen Stefan Maierhofer aus", sagte der Niederösterreicher über sich selbst. Zumindest nach außen hin geht Maierhofer somit mit Jantscher konform. Dieser erklärte bereits vergangene Woche, dass er den Gewinn der Scorerwertung hintenan stelle. "Es würde mich sehr freuen, wenn ich Torschützenkönig werden würde", erklärte der Steirer. "Aber es ist nicht mein primäres Ziel. Es wäre ein feiner Beigeschmack."
Jantscher wäre jedenfalls genauso wie Maierhofer erst der dritte Kicker seit 1990, der in Österreich in einer Saison Meister, Cupsieger und Schützenkönig wird. Gelungen ist dies in dieser Zeitspanne nur Roland Kollmann 2004 mit dem GAK und Roland Linz 2006 mit der Austria.


















