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Zuletzt aktualisiert: 05.05.2012 um 18:56 UhrKommentare

Der 1. FC Köln steigt ab, die Fans randalieren

Meister Dortmund schrieb mit einem klaren 4:0-Sieg über Freiburg am letzten Spieltag der deutschen Bundesliga Geschichte. Enttäuschung in Köln: Der FC steigt nach einem 1:4 gegen Bayern fix ab. Hertha spielt Relegation.

Der 1. FC Köln muss wieder runter

Foto © APDer 1. FC Köln muss wieder runter

Der 1. FC Köln muss wieder einmal in die zweite deutsche Fußball-Bundesliga. Die Kölner kassierten am Samstag in der 34. und letzten Runde eine 1:4-Heimniederlage gegen Champions-League-Finalist Bayern München und sind damit der zweite Fixabsteiger neben dem 1. FC Kaiserslautern. Hertha BSC Berlin rettete sich mit einem 3:1-Heimsieg gegen 1899 Hoffenheim als 16. einen Punkt vor Köln gerade noch in die Relegation.

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Foto © Reuters

Foto vergrößernIn Köln kam es zu AusschreitungenFoto © Reuters

Für die Kölner, seit 2008 zurück im Oberhaus, ist es der fünfte Abstieg der Klubgeschichte. Den vermochte auch Lukas Podolski nicht zu verhindern. Der DFB-Teamstürmer erzielte 18 Ligatore, verlässt den FC aber mit Saisonende in Richtung Arsenal. Gegen seinen Ex-Klub Bayern bereitete Podolski lediglich den Ehrentreffer durch Milivoje Novakovic vor (63.). Für den siegreichen Vizemeister trafen Thomas Müller (34., 85.) und Arjen Robben (54.). Dazu erzielte Kölns Geromel ein Eigentor (52.).

Krawalle im Kölner Stadion

Nach dem besiegelten Abstieg kam es im Kölner Stadion zu Ausschreitungen. Einige Fans zündeten Rauchbomben. Schiedsrichter Florian Mayer beendete die Partie einige Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit, damit beide Teams sicher in die Kabinen kamen. Die Polizei hatte sich schon zehn Minuten vor Spielende vor der Südtribüne aufgestellt und verhinderte damit ersten Informationen zufolge Schlimmeres.

ÖFB-Jungstar David Alaba kam bei den Bayern erst in der 69. Minute, weil er im CL-Finale gesperrt ist. Trainer Jupp Heynckes ließ bereits die Startelf beginnen, die am 19. Mai im eigenen Stadion gegen Chelsea triumphieren soll. Der im Endspiel ebenfalls gesperrte Holger Badstuber wurde wie Alaba eingewechselt, Luiz Gustavo stand nicht einmal im Kader.

Hertha rettet sich auf Relegationsplatz

Zum Retter für die von Altmeister Otto Rehhagel betreute Hertha avancierte Änis Ben-Hatira, der gegen Hoffenheim im Doppelpack traf (14./Freistoß, 78.). Nach dem Anschlusstreffer durch Marvin Compper (85.) mussten die Berliner noch einmal Zittern, ehe Raffael mit einem Konter ins leere Tor für die Erlösung sorgte (92.). Die Hertha spielt nun gegen den Dritten der zweiten Liga um den Klassenerhalt.

Im Kampf um einen internationalen Platz behielt Hannover 96 mit ÖFB-Teamverteidiger Emanuel Pogatetz im Fernduell mit dem VfL Wolfsburg die Oberhand. Hannover verabschiedete Kaiserslautern mit 2:1 aus der Liga, darf als Siebenter in die Qualifikation für die Europa League. Die Hannoveraner spielen damit erstmals in der Klubgeschichte in zwei aufeinanderfolgenden Jahren international.

Prödl & Co. im Einsatz

Wolfsburg musste sich nach 2:0-Führung in Stuttgart noch 2:3 geschlagen geben. Martin Harnik war bei Stuttgart bis zur 70. Minute im Einsatz, blieb als Österreichs bester Torschütze in der deutschen Bundesliga bei 17 Saisontreffern stehen. Die Stuttgarter spielen als Sechster wie Hannover in der EL-Qualifikation. Den Fixplatz in der Europa League sicherte sich Bayer Leverkusen durch ein 4:1 in Nürnberg. Der Vierte Borussia Mönchengladbach siegte in Mainz mit Martin Stranzl 3:0.

Werder Bremen beendete die Saison nach neun Spielen ohne Sieg auf Rang neun. Die Bremer unterlagen dem Dritten Schalke 04 (Christian Fuchs auf der Bank) zu Hause 2:3. Sebastian Prödl spielte durch, Zlatko Junuzovic schied bereits in der ersten Hälfte verletzt aus (36.), Marko Arnautovic wurde zur Pause eingewechselt (46.). Klaas-Jan Huntelaar traf für die Schalker in zweifacher Ausführung (65., 74.). Mit 29 Toren wurde der Niederländer auch Schützenkönig.

Die Meisterschaft feierte mit 80.000 Fans im Signal-Iduna-Park aber Schalkes Erzrivale Borussia Dortmund. BVB-Kapitän Sebastian Kehl stemmte nach einem 4:0 gegen Freiburg zum zweiten Mal in Folge die Schale. Die abschließenden 28 Ligaspiele blieben die Dortmunder allesamt ungeschlagen. Dazu erzielte der Meister mit 81 Zählern einen neuen Punkterekord. Der Vorsprung auf die Bayern betrug letztendlich acht Zähler.


Luhukay geht

Jos Luhukay hat seinen Abschied als Trainer des FC Augsburg bekanntgegeben. Der Niederländer war mit den Schwaben im Vorjahr aufgestiegen und hat in der abgelaufenen Spielzeit als 14. den Klassenerhalt geschafft. "Es ist mir unheimlich schwer gefallen", erklärte der 48-Jährige, der seit April 2009 in Augsburg tätig war. Luhukays Vertrag wäre noch bis 2013 gelaufen.

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