Die Bundesliga winkt dem WAC
Vieles spricht für den Aufstieg des WAC in die höchste Spielklasse Österreichs. Zuvor wartet am Freitagabend aber der Schlager gegen Mitfavorit Altach in der Lavanttal-Arena.

Foto © GEPANenad Bjelica (WAC), Walter Schachner (LASK), Helgi Kolvidsson (A. Lustenau) und Edmund Stöhr (Altach) - vier Asse, ein Trumpf
WAC - Vier Punkte Vorsprung und mentale Stärke
Die Wolfsberger können es sich selbst einrichten. Am Freitag startet mit dem Heimspiel gegen Altach die Serie der entscheidenden Partien um den Aufstieg in die Bundesliga. Trainer Nenad Bjelica widmete nach dem in Linz beobachteten Leistungsdefizit im Training dem Zweikampfverhalten besondere Aufmerksamkeit. Der Kroate glaubt an die mentale Stärke seiner Mannschaft. "Gefragt sind jetzt Leute mit Charakter und wir haben sie", so der Coach. Sein Team habe in dieser Saison schon wiederholt bewiesen, dem Druck gewachsen zu sein. Auch auf den Heimvorteil baut der Trainer. "Wir rechnen mit 3000 Zuschauern. Wenn sie bis zur 94., 95. Minute hinter uns stehen, werden wir das schaffen."
Austria Lustenau - Frühjahrserwachen weckt Aufstiegslust
Trotz der Niederlage bei der Vienna in der vergangenen Runde hat sich Austria Lustenau als bisher stärkste Frühjahrself präsentiert und den Rückstand von zwölf Punkten auf vier Zähler reduziert. "Nach sechs Monaten wird wohl wieder einmal ein Umfaller erlaubt sein", nahm Trainer Helgi Kolvidsson das 1:3 eher gelassen. Der ehemalige FC-Kärnten-Kicker führt den Aufschwung auf die intensive Vorbereitung im Winter sowie auf die Neuerwerbungen zurück. Vor allem der Kameruner Pierre Boya hat sich für die Vorarlberger als wahrer Glücksgriff erwiesen. "Wir haben die Liga etwas spannender gemacht", so der Isländer, der davon ausgeht, dass die Entscheidung im Titelkampf erst in den letzten zwei Runden fallen wird. Seine Mannschaft empfängt in der kommenden Woche den WAC.
Altach - Selbstvertrauen ist weg
Die Altacher waren als hohe Favoriten in die Frühjahrssaison gestartet und sind tief gefallen. Noch haben die Vorarlberger den Titel nicht abgeschrieben, Neo-Trainer Edi Stöhr ist aber Realist genug, um die Problematik zu erkennen. "Spiele, die man gewinnen muss, haben nie was Gutes. Leider ist unter meiner Führung die Wende nicht gelungen. Ich wollte so ein Muss-Spiel unbedingt vermeiden." Das klingt nicht wirklich optimistisch. Das Selbstvertrauen beim WAC-Gegner am Freitag hat nach fünf Niederlagen bei nur drei Siegen doch erheblichen Schaden genommen. Eine Niederlage wäre das Ende der Aufstiegsträume. Die Kärntner gehen also mit einem klaren psychologischen Vorteil in dieses Spitzenduell. Altach muss zudem wohl auf den angeschlagenen Stürmer Patrick Seeger verzichten.
LASK - Schachners Abschied naht
Mit dem Sieg in Altach haben die Linzer die letzte kleine Chance wahrgenommen, aber bei sieben Punkten Rückstand muss die Elf von Walter Schachner auf viele Umfaller der Konkurrenz hoffen. "Wir spekulieren jetzt nicht mit dem Titel und schauen nicht auf die Tabelle", so der Trainer, dessen Team nicht mehr viel zu verlieren hat. Darauf baut Schachner ein wenig, auch wenn die Hoffnung nur noch gering ist. Der Vertrag des Steirers läuft mit Saisonende aus. Ob er verlängert wird, ist derzeit noch völlig offen und hängt wohl von den Leistungen in den restlichen fünf Spielen ab. In den vergangenen Wochen verdichteten sich aber die Hinweise, dass sich der Ex-Kärnten-Trainer aus Linz verabschieden wird, wenn der Aufstieg nicht doch noch fixiert werden sollte.
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Gut aufgestellt
Nenad Bjelica kann im Freitags-Schlager gegen Altach fast aus seinem gesamten Kader wählen, mit nur einigen Einschränkungen. Sollbauer soll nächste Woche gegen Austria Lustenau wieder zur Verfügung stehen, Topcagic ist nach seinem Ausschluss gegen Blau-Weiß Linz gesperrt und steht auch beim Gastspiel in Vorarlberg nicht zur Verfügung.
Special
Karten
Die Sitzplätze auf der Haupttribüne sind zwar ausverkauft, aber für die Stehplätze auf der Gegenseite stehen noch Karten in ausreichender Zahl zur Verfügung. Sie können von 8 bis 14 Uhr im WAC-Sekretariat und danach an den Stadionkassen erworben werden. Ab 18.30 Uhr sind die Tore der Lavanttal-Arena geöffnet.
Verkehr
Für die St. Johanner Straße (Stadion Ostseite) wird eine Einbahnregelung gelten. Auf der Stadion-Südseite (Grafenhoferweg) gilt ein allgemeines Fahrverbot, ausgenommen Fahrzeuge mit Sondergenehmigung.






















