8.000 Fans nahmen Abschied von Morosini
Am Donnerstag wird Piermario Morosini, der am Samstag auf dem Spielfeld eine Herzattacke erlitt und starb, in Bergamo beigesetzt. Am Dienstag erwiesen die Fans dem 25-Jährigen die letzte Ehre.

Foto © APADie Fans verabschiedeten sich von Piermario Morosini
Der am Samstag einer tödlichen Herzattacke erlegene italienische Fußballprofi Piermario Morosini kehrte am Dienstag in die Stadt seines Vereins Livorno zurück. Rund 8.000 Fans und die Mannschaft des Serie-B-Clubs Livorno haben am Dienstag in einer bewegenden Trauerfeier Abschied von Morosini genommen. Morosinis Sarg wurde unter anhaltendem Applaus ins "Stadio Armando Picchi" gefahren. Dort hatten sich neben der kompletten Mannschaft von Livorno auch frühere Teamkollegen des ehemaligen Jugend-Nationalspielers versammelt.
Livornos Bischof Simone Giusti segnete den Sarg. Die Fans zeigten Spruchbänder mit der Aufschrift: "Ciao Moro - Du hast für uns gekämpft". Am Donnerstag wird Morosini in seiner Heimatstadt in Bergamo beigesetzt. Livornos Bürgermeister Alessandro Cosimi kündigte an, einen Sektor des "Stadio Armando Picchi" nach Morosini zu benennen. Auch Bergamo wird ihm eine Fan-Kurve des Erstligastadions von Atalanta widmen. Am Mittwoch soll die Leiche in Bergamo, Heimatstadt des Spielers, aufgebahrt werden. Das Begräbnis ist am Donnerstag geplant.
Schweigeminute in allen Stadien
Der Präsident des italienischen Fußballverbands (FIGC), Giancarlo Abete, hat angekündigt, dass diese Woche vor allen Matches eine Schweigeminute zu Ehren Morosinis eingehalten wird. Der Präsident von Italiens Olympischem Komitee (CONI), Giovanni Petrucci, rief die Sportverbände des Landes auf, vor allen Sportveranstaltungen dasselbe zu tun. Nach dem Todesfall hatte der italienische Verband (FIGC) entschieden, sämtliche Spiele in den Profiligen, darunter auch jene der Serie A, am vergangenen Wochenende abzusagen. Sie werden am 25. April nachgeholt.
Morosini hatte während eines Gastspiels in Pescara einen Herzstillstand erlitten. Die Ärzte, die am Montag sechs Stunden lang die Leiche des 25-Jährigen obduzierten, schlossen sowohl einen Herzinfarkt als auch ein Aneurysma aus. Man wolle jetzt auch mit Hilfe von DNA-Tests feststellen, ob strukturelle Defekte in der Herzregion vorhanden waren.





















