Gregoritsch: "Bringt doch eure Ösi-Mentalität weg"
Werner Gregoritsch redet über die gute Nachwuchsarbeit in der Steiermark, Nationalstolz und seine Ziele mit dem U21-Nationalteam.

Foto © GEPAWerner Gregoritsch
Sie haben als U21-Teamchef Ihren ersten Kader nominiert. Im Aufgebot für das freundschaftliche Länderspiel kommenden Mittwoch in Spanien gegen die Schweiz stehen sechs Steirer...
Werner Gregoritsch: ... das war keine Absicht, spricht aber für die gute Nachwuchsarbeit in der Steiermark.
Was erwarten Sie von den Spielern, die Sie einberufen haben?
Gregoritsch: Nationalstolz, Eigenmotivation und vollen Einsatz. Die Schweizer sind U19-Weltmeister. Und meine Burschen haben jetzt die Chance, zu zeigen, dass der österreichische Fußball besser ist als sein Ruf.
Ist der Ruf des österreichischen Fußballs im Ausland wirklich so schlecht?
Gregoritsch: Überall, wo ich bin, höre ich: Bringt doch eure österreichische Mentalität weg.
Wie sieht die österreichische Mentalität denn aus?
Gregoritsch: Wir haben die Kaffeehausmentalität, sind gemütlich, lassen alles laufen, haben wenig Biss, sind schnell zufrieden und suchen die Schuld immer bei den anderen.
Das wird's unter Gregoritsch nicht geben.
Gregoritsch: Die meisten Fußballer haben ohnehin eine ordentliche Einstellung.
Dann mangelt es also am Können?
Gregoritsch: Nein. Ich halte etwa Dibon für einen sehr guten Spieler, der noch viel erreichen kann.
Was wollen Sie mit dem U21-Team erreichen?
Gregoritsch: Die Quali ist noch nicht gelaufen, man kann sich auch als bester Zweitplatzierter für die EM qualifizieren. Wir müssen ein Ziel haben. Aber Priorität hat die Ausbildung der Spieler für das Nationalteam.
Wie werden Sie sich auf der internationalen Fußball-Bühne zeigen - im Trainings- oder im Steireranzug?
Gregoritsch(lacht): Schaffen wir die EM-Endrunde, pack ich sicher den Steireranzug aus. Bis dahin bleibt's bei der Arbeitsmontur, Schließlich haben wir einiges zu tun.
Features
Gregerls steirische Auswahl
- Christian Klem, SK Sturm (* Graz)
- Florian Kainz, SK Sturm (* Graz)
- Tobias Kainz, Heerenveen (* Feldbach)
- Daniel Schütz, Innsbruck (* Mooskirchen)
- Daniel Royer, Hannover (* Schladming)
- Deni Alar, Rapid (* Zeltweg)















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