Staatsanwalt prüft Korruptionsvorwurf
Das geplante Gasdampfkraftwerk (GDK) in Klagenfurt beschäftigt jetzt auch die Korruptionsstaatsanwaltschaft in Wien. Laut Anzeige war Kraftwerkgenehmigung an Sponsoring für Austria Kärnten gekoppelt.

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Das geplante Gasdampfkraftwerk (GDK) in Klagenfurt beschäftigt jetzt auch die Korruptionsstaatsanwaltschaft in Wien. "Wir prüfen die in zwei anonymen Schreiben geäußerten Vorwürfe", so Pressesprecherin und Oberstaatsanwältin Eva Habicher. "Ob wir Ermittlungen in Auftrag geben, können wir frühestens in drei bis vier Wochen entscheiden."
Wie berichtet, werden in den Schreiben schwere Vorwürfe im Zusammenhang mit der GDK-Genehmigung geäußert. Die Genehmigung für die Anlage soll an ein Sponsoring für den mittlerweile pleitegegangenen Fußballklub SK Austria Kärnten gekoppelt gewesen sein. Eine gemeinsame Tochterfirma von Stadtwerke Klagenfurt und Verbund-Konzern will das Kraftwerk bauen. Da die damals finanziell angeschlagenen Stadtwerke nur schwer als Austria-Sponsor auftreten konnten, sollte die Telekom vorgeschoben werden. Die hätte dafür als "Gegengeschäft", die Telekommunikationssparte der Stadtwerke, bekommen sollen. Bis zu fünf Millionen Euro war die Telekom dafür bereit zu zahlen. Offiziell sponserte sie die Austria Kärnten mit 500.000 Euro.
Im Mittelpunkt der Anzeige steht Albert Kreiner, der für das GDK-Verfahren zuständige Abteilungsleiter in der Landesregierung. Er weist die Vorwürfe als "völlig aus der Luft gegriffen" zurück. "Es gibt nicht den allergeringsten Zusammenhang zwischen dem GDK-Verfahren und Sponsoring der Austria", sagt Kreiner.




















