England könnte EM mit Interimstrainer bestreiten
England könnte die Fußball-EM im Sommer in Polen und in der Ukraine mit einem Interimstrainer bestreiten.

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Der englische Verband (FA) begann am Freitag, zwei Tage nach dem Rücktritt von Teamchef Fabio Capello, mit der Nachfolgersuche. Beim Testspiel am 29. Februar in London gegen die Niederlande wird U21-Teamchef Stuart Pearce das Nationalteam betreuen.
Wunschkandidat des Verbandes, der Spieler und der englischen Öffentlichkeit ist Tottenham-Trainer Harry Redknapp. Sollte der 64-Jährige noch nicht für den Posten zur Verfügung stehen, könnten die "Three Lions" bei der EM im Juni aber auch von einem Interimscoach - und damit vermutlich Ex-Teamspieler Pearce - betreut werden. "Das ist eine Möglichkeit, alle Optionen sind offen", erklärte FA-Präsident David Bernstein.
Der Verband favorisiert nach dem zwar sportlich akzeptablen, aber an persönlichen Differenzen gescheiterten Experiment mit dem Italiener Capello eine einheimische Lösung. "Es gibt eine klare Präferenz für einen Engländer oder einen Briten", sagte Bernstein. "Im Endeffekt wollen wir aber die beste Person, es muss also nicht unbedingt ein Engländer sein."
Die FA will in den nächsten Wochen eine engere Kandidatenliste erstellen. Die nächsten Testspiele nach den Niederlanden sind erst ab Ende Mai geplant. In der EM-Gruppenphase trifft der Weltmeister von 1966 auf Frankreich, Schweden und Gastgeber Ukraine.
Keine Doppelfunktion
Eine Doppel-Funktion als Tottenham-Boss und englischer Nationaltrainer bei der EM ist für Redknapp fast ein Ding der Unmöglichkeit. "Ich glaube, das wäre schwierig. Einer dieser Jobs alleine ist schon hart genug. Man muss sich auf eine Aufgabe fokussieren", sagte Redknapp. Der 64-Jährige scheint in England derart favorisiert zu sein, dass die Buchmacher mittlerweile keine Wetten mehr darauf annehmen, dass Redknapp Nachfolger von Capello wird.
Redknapp betonte, dass seine Konzentration derzeit aber noch voll Tottenham gehört. "Ich kann meine Augen nicht von Totteham abwenden. Wir haben die Chance, die Champions League zu erreichen und sind auch im FA-Cup noch dabei. Es wäre nicht fair gegenüber dem Verein, wenn meine Gedanken plötzlich wo anders hinwandern würden."
Ein Amtsantritt Redknapps scheint also erst nach der EM 2012 möglich zu sein. Auf die Frage, was er im Falle eines Angebots seitens des Verbandes (FA) machen würde, sagte Redknapp: "Ich muss in meinem Alter das machen, was richtig für mich und meine Familie ist. Falls sich die Gelegenheit bietet, werde ich darüber nachdenken."















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