Janko liebt es, seine Grenzen zu überschreiten
Marc Janko hat sich gleich mit einem Tor bei seinem neuen Arbeitgeber vergestellt. Beim FC Porto ist er an der Spitze der europäischen Topklubs angekommen.

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Im Mai letzten Jahres habe ich an dieser Stelle die Prognose aufgestellt, dass der von Marc Janko eingeschlagene Weg, über die niederländische Ehrendivision zu einem internationalen Topverein zu kommen, der absolut richtige war. Die Rechnung ist voll aufgegangen. Jankos neuer Arbeitgeber, der FC Porto, ist zweifelsohne ein absoluter Topklub im europäischen Spitzenfußball.
Wenn man jedoch die Vereinsphilosophie bezüglich Neuverpflichtungen bei Porto kennt, dann passt Marc so gar nicht in dieses Schema. Porto holt gerne junge - vor allem südamerikanische - Spieler, die extrem talentiert sind, aber noch nicht im Fokus der europäischen Spitzenvereine stehen. Eine fantastische Scouting-Abteilung schafft es regelmäßig, Rohdiamanten zu entdecken, damit diese dann entwickelt werden, um sie lukrativ weiter verkaufen zu können.
Vielleicht ist auch genau dies ein Mitgrund, warum die Lücke, die nach dem im Sommer verkauften Topstürmer Falcao entstanden ist, nicht geschlossen werden konnte.
Am höchsten Niveau angekommen
Bei Porto spielen viele Stürmer mit ganz unterschiedlichen Charakteren. Dennoch hat sich im letzten halben Jahr noch kein Torgarant herauskristallisiert. Deshalb war Trainer Villor Pereira auch auf der Suche nach einem großen, kopfballstarken und körperlich robusten Stürmer, der über eine beachtliche Spielpräsenz im Strafraum verfügt. Marc Janko erfüllt genau diese Anforderungen und ist mit diesem Transfer auf höchstem Spielerniveau angekommen.
Die Luft dort oben ist jedoch extrem dünn. Gute Leistungen alleine genügen nicht mehr. Er wird vom ersten Tag an seinen Toren und dem Spielerverständnis gemessen. Die Fußballwelt im Süden Europas tickt anders. Unzählige TV-Sendungen, tägliche Medienberichte und heißblütige Fans gehören zum Alltag. Porto ist ein Verein, bei dem gewinnen alleine nicht genügt. Die Fans erwarten auch eine attraktive Spielweise.
Marc Janko ist ein Spielertyp, der gerne an seine Grenzen geht und sie immer wieder überschreitet. Er gibt sich nicht mit dem Erreichten zufrieden, sondern hat immer Hunger nach mehr. Deshalb traue ich Marc zu, dass er alle Ziele, die er sich steckt auch erreicht. Neben dem nötigen Talent, das jeder erfolgreiche Spieler als Basis braucht, ist der absolute Wille zum Erfolg die wichtigste Voraussetzung. Janko hat diesen Willen.
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Fakten zum Autor
Markus Schopp (37) spielte für Sturm, Hamburger SV, Brescia, Salzburg und New York Red Bulls.















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