Real-Verteidiger Pepe steht nach "Clasico" in der Kritik
Nach einem 2:1 über den Erzrivalen Real Madrid hat der FC Barcelona gute Chancen auf einen Aufstieg ins Semifinale des "Copa del Rey". Im Mittelpunkt des Clasico stand einmal mehr Real-Verteidiger Pepe. "So ein Spieler hat im Fußball nichts zu suchen", stellte die "AS" klar.

Foto © ReutersPepe im Zweikampf mit Messi: In Hälfte Zwei stieg der Real-Verteidiger dem Barca-Superstar absichtlich auf die Hand
Der FC Barcelona ist für Real Madrid am Mittwochabend einmal mehr eine Nummer zu groß gewesen. Die Katalanen setzten sich im Viertelfinal-Hinspiel des spanischen Fußball-Cups gegen die Madrilenen auswärts im Bernabeu-Stadion mit 2:1 durch und stießen damit die Tür in Richtung Halbfinale weit auf. Der Titelverteidiger steht nun hingegen am Mittwoch im Rückspiel im Camp Nou mit dem Rücken zur Wand. Für negative Schlagzeilen sorgte wieder einmal Reals Pepe mit einer nicht geahndeten Tätlichkeit gegen Lionel Messi.
Nächste "Clasico"-Niederlage für Mourinho
"Wir haben das Spiel gewonnen, müssen aber im Rückspiel vorsichtig sein, denn das wird wieder ein schwieriger Test", sagte der 32-jährige Siegestorschütze Eric Abidal. Cristiano Ronaldo hatte die Hausherren schon nach elf Minuten in Führung geschossen, Carles Puyol (49.) und eben Abidal (77.) sorgten aber noch für die Wende.
Real-Coach Jose Mourinho hält damit auch nach dem neunten "Clasico" nur bei einem Sieg (1:0 nach Verlängerung im Cupfinale der vergangenen Saison), neben fünf Niederlagen und drei Remis. Die Niederlage war erst die zweite für Real in den jüngsten 24 Pflichtspielen, beide kassierten die "Königlichen" gegen "Barca". In der Meisterschaft hatten sich die Katalanen ebenfalls in Madrid nach 0:1-Rückstand mit 3:1 durchgesetzt.
Pepe sorgte in der zweiten Hälfte für eine unschöne Szene, er stieg dem am Boden sitzenden Messi mit dem Fuß im Vorbeigehen auf die Hand. Die Madrider Sportpresse verlangte am Donnerstag, Real solle Pepe aus dem Kader werfen. "So ein Spieler hat im Fußball nichts zu suchen, und erst recht nicht bei Real", schrieb "As". Der Schiedsrichter sah den Tritt nicht. Fernsehbilder bewiesen, dass die Attacke auf den Weltstar kein Versehen war.
Guardiola: "Traue Real im Rückspiel alles zu"
Pepe fiel am Mittwochabend auch in anderen Szenen unangenehm auf: Wegen eines Tritts auf das Fußgelenk von Sergio Busquets erhielt er die Gelbe Karte, später gab Pepe sich gar der Lächerlichkeit preis, indem er sich bei einem Zweikampf mit Cesc Fabregas theatralisch zu Boden warf und so tat, als hätte der Katalane ihm einen Ellbogenstoß versetzt. Vor knapp drei Jahren hatte er einen am Boden liegenden Gegner mit Fußtritten traktiert und eine Sperre für zehn Spiele erhalten. Nun der Tritt gegen Messi. "Da fällt es den Real-Fans schwer, noch zu ihrer Mannschaft zu halten", beklagte "As".
Auch sonst machten die in der Primera Division voranliegenden Madrilenen ihren Anhängern mit einer defensiven und ruppigen Spielweise wenig Freude. Aufgrund der Überlegenheit der Gäste ist mit einem Barca-Aufstieg zu rechnen. "Für uns steht der Pokal nur an dritter Stelle. Die Liga und die Champions League haben Vorrang", erklärte Real-Coach Mourinho. Sein Widerpart warnte vor zu früher Freude. "Ich traue Real im Rückspiel alles zu", sagte Barca-Trainer Josep Guardiola an seinem 41. Geburtstag. Der Aufsteiger bekommt es mit Valencia oder Levante zu tun.



















