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    Zuletzt aktualisiert: 06.11.2011 um 15:52 UhrKommentare

    Admira will von Krisenstimmung nichts wissen

    Von einer Krise wollen Trainer Dietmar Kühbauer und Co. nach dem mageren 0:0 bei Wr. Neustadt nichts wissen. Peter Schöttel erklärte hingegen nach dem Remis seiner Rapidler in Ried: "Ich sage schon seit Wochen, dass wir besser werden. Fans und Journalisten sehen das halt nicht immer so."

    Foto © APA

    Zumindest den Angriff Rapids hat Tabellenführer Admira trotz des mageren 0:0 in Wiener Neustadt am Samstag abwehren können. Weil der Rekordmeister trotz Überlegenheit in Ried in der 14. Bundesliga-Runde über ein 1:1 nicht hinauskam, bleibt der Vorsprung des Überraschungs-Aufsteigers auf die Wiener mit sechs Punkten konstant. Lachender Dritter könnte am Sonntag aber die Austria sein, die sich mit einem Heimsieg gegen Innsbruck bereits bis auf zwei Zähler an die Südstädter heranarbeiten könnte. Von einer Krise wollen Trainer Dietmar Kühbauer und Co. aber nichts wissen.

    Die Stimmung der Admiraner nach dem fünften Auswärtsremis in Folge hätte freilich besser sein können. "Aufgrund der zweiten Spielhälfte hätten wir gewinnen müssen, da haben wir auf ein Tor gespielt. Wir stehen hinten gut, vorne machen wir aber die Tore nicht", meinte Kühbauer und sprach damit auch die in der Fremde gezeigte Abschlussschwäche seines Teams an.

    "Der letzte Pass hat gefehlt"

    So wartet man auswärts bereits seit drei Partien auf Tore. "Der letzte Pass hat gefehlt", konstatierte Admira-Routinier Gernot Plassnegger, Kühbauer gelobte Besserung. "Das ist das Bedauerliche im Moment. Da müssen wir mehr Entschlossenheit an den Tag legen. Daran werden wir arbeiten", betonte Kühbauer, führte aber auch den Spielstil des Gegners ins Treffen: "Wiener Neustadt hat sehr destruktiv Fußball gespielt, sie haben nur verteidigt."

    Von einer Krise, wie mancherorts zu vernehmen, will man bei der Admira, die immerhin seit 13 BL-Partien ungeschlagen ist, aber nichts wissen. "Von einem Einbruch kann man nicht reden", meinte etwa Mittelfeldspieler Stefan Schwab. Und Kühbauer wies die Fragen nach der Verfolgermeute klar zurück: "Es ist mir egal, was die Konkurrenz macht, wir schauen auf uns. In der Länderspielpause gehen wir sicher nicht Badmintonspielen oder Schwimmen, wir werden weiter hart arbeiten."

    "Der Ausgleich hat uns sehr wehgetan"

    Auch Rapid musste sich die Punkte mit Ried teilen, bei Grün-Weiß sah man das 1:1 aber nicht zuletzt unter dem Aspekt der Leistungssteigerung. "Der Ausgleich hat uns sehr wehgetan", meinte Trainer Peter Schöttel, angesichts der spielerischen Dominanz seines Teams über weite Strecken konnte er jedoch auch eine gewisse Zufriedenheit nicht verhehlen. "Ich sage schon seit Wochen, dass wir besser werden", betonte der 44-Jährige, "Fans und Journalisten sehen das halt nicht immer so."

    Schöttel ist vom Mannschaftsgefüge jedenfalls überzeugt. "Wir haben einen gewissen Stamm gefunden, wo man immer ein, zwei Abweichungen machen kann", erklärte der Wiener. Die Vorstellung von Kapitän Steffen Hofmann, der nach einem Spiel verletzungsbedingter Pause wieder am Platz stand, befand er für "gut", wollte den zentral hinter der Spitze agierenden 31-Jährigen aber nicht herausheben. "Man sollte wegkommen, bei so einem Spiel von Steffen Hofmann zu reden. Er war heute Teil einer sehr guten Mannschaft. Er hat gut gespielt, hat aber derzeit vielleicht nicht das nötige Glück beim Abschluss."

    Auch Ried-Coach Paul Gludovatz sah den Gegner in aufsteigender Form ("Rapid wird immer besser") und nahm den Punkt durchaus in Demut an. "Rapid hat mit sehr viel Wucht und variablen Angriffen gespielt. Und wenn dann draußen noch drei Spitzen aufwärmen, wird einem Angst und Bange", meinte der Burgenländer. "Gegen eine Mannschaft, die Powerplay gespielt hat, freut mich das Unentschieden."

    Goalies mit Ausrutschern

    Seinen deutschen Torhüter Thomas Gebauer, dessen derzeit laufendes Einbürgerungsverfahren zuletzt für Hoffnung angesichts der heimischen Tormann-Misere sorgte, nahm er in Schutz. Gebauer hatte einen eigentlich harmlosen Schuss von Christopher Trimmel (erstes Saisontor) in der 25. Minute durch die Beine rutschen lassen. "Ich werde niemandem eine Schuld zuweisen, da gibt es andere Spieler, die Abspielfehler gemacht haben, denen man die Schuld zuweisen müsste", sagte Gludovatz.

    Auch Helge Payer spielte sich vor den Augen von ÖFB-Teamchef Marcel Koller nicht eben in die Auslage, bereitete Rieds Spanier Nacho in dessen 100. BL-Spiel bzw. einen Tag vor dessen 29. Geburtstag ein wohlfeiles Geschenk. Auch wenn der Ball ungleich schwerer zu halten war als jener Trimmels. "Es hat nicht gut ausgesehen, aber es sind beides gute Torhüter", meinte Schöttel zu den Ausrutschern der Schlussmänner. Gebauer selbst bedauerte vor allem sein leistungsmäßiges Auf und Ab in der laufenden Saison: "In der Saison ist das leider immer wieder drin. Das ärgert mich maßlos."

    Quelle: APA

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