Löw hat den Rekord im Visier
Die nächste schwere Qualifikation kommt für Österreich bestimmt. Wie sich die Gegner für die WM 2014 geschlagen haben.

Foto © APMesut Özil (rechts) und Co. gewannen alle Quali-Spiele
Der legendäre deutsche Teamchef Sepp Herberger würde jetzt sagen: "Nach der Qualifikation ist vor der Qualifikation." Denn jene für die EM-Endrunde ist geschlagen und damit steht jene für die WM 2014 in Brasilien vor der Tür. Ein Blick auf die kommenden Gegner und wie sie sich in der abgelaufenen Qualifikation geschlagen haben.
Deutschland. Und auch hier wirft Herberger einen Schatten. Denn sieben Bundestrainer sind an seiner Erfolgsbilanz zerbrochen, der achte Nachfolger des Weltmeister-Trainers von 1954 wird ihn überholen. Herberger hat nach dem Zweiten Weltkrieg 52 Siege gefeiert, Jogi Löw steht nach dem 3:1 gegen Belgien schon bei 51 vollen Erfolgen. In 73 Spielen wohlgemerkt, während Herberger dafür 97 gebraucht hat. Rechnet man allerdings auch die Zeit zwischen 1936 und 1942 dazu, kommt Herberger auf 92 Siege. Abseits der Statistik hat Löw aber ein Team geformt, das nicht nur jung und erfolgreich ist, sondern auch noch attraktiven Fußball spielt. Zu Recht ist Deutschland einer der großen Favoriten für die EM 2012 in Polen und der Ukraine.
Schweden. Die Skandinavier haben sich als bester Gruppenzweiter fix für die Endrunde qualifiziert und den Niederländern beim 3:2-Sieg als einziges Team in der Gruppe E Punkte abgeknöpft. Einen entscheidenden Beitrag dazu leistete ein Ballbub. Sagt zumindest Mikael Lustig, nach dessen Einwurf Ola Toivonen das alles entscheidende 3:2 erzielt hat. "Der Ballbub hat mir den Ball sehr schnell gebracht. Ihm gebührt auch Dank an dem Tor."
Irland. Auch der dritte Gegner der Österreicher in der Qualifikation für 2014 hat noch Chancen auf die Europameisterschaft. Mit einem 2:1-Sieg über Armenien sicherte sich Irland einen Platz im Play-off und ist dort sogar gesetzt. Die Chancen auf eine Teilnahme an der EM stehen also gut. "Wir haben aber erst 50 Prozent unserer Arbeit erledigt", sagt Trapattoni und denkt vermutlich wie alle Iren an das Aus im WM-Play-off gegen Frankreich. Damals hatte Thierry Henry den Ball mit der Hand gespielt und somit den Treffer von Williams Gallas eingeleitet, der Frankreich zur WM brachte.
Färöer. Vierter Gegner sind einmal mehr die Färöer, die gegen Österreich schon einen Sieg (1990) und ein Remis (1:1 in der letzten WM-Qualifikation) zu Buche stehen haben. Jens-Martin Knudsen, Torhüter mit der Zipfelmütze, ist jetzt Co-Trainer des Iren Brian Kerr. In der abgelaufenen Qualifikation trotzten die Färöer Nordirland einen Punkt ab (1:1) und besiegten Estland, das es ins Play-off geschafft hat, mit 2:0.
Kasachstan. Bleibt noch Kasachstan, gegen das sich Österreich in der EM-Qualifikation zwei Mal plagen musste. Dass auch Deutschland zu Hause gegen Kasachstan eine Halbzeit lang ausgepfiffen wurde, ist ein schwacher Trost. Denn Deutschland gewann trotzdem 4:0. Und wie sagte Sepp Herberger: "Der Ball ist rund - und das Spiel dauert 90 Minuten."





















