Bayer prüft Bayern - Dortmund unter Zugzwang

Foto © APA
23 erfolglose Versuche in den vergangenen 22 Jahren sollen genug sein. Bayer Leverkusen gastiert am Samstag in der 7. Runde der deutschen Fußball-Bundesliga beim FC Bayern und will seine Negativserie in München endlich beenden. Seit einem 1:0-Sieg im Oktober 1989 ist Leverkusen auswärts gegen die Bayern sieglos. Allerdings gelten die souverän in die Saison gestarteten Bayern als klare Favoriten.
Der erste Bayern-Verfolger, Werder Bremen, hat am Sonntag mit den ÖFB-Teamspielern Sebastian Prödl und Marko Arnautovic Hertha BSC zu Gast. Gespannt sein darf man auf das Heimspiel von Schalke 04 mit Christian Fuchs gegen den SC Freiburg. Ralf Rangnick ist am Donnerstag aufgrund eines Erschöpfungssyndroms als Trainer zurückgetreten, Schalke daher auf Trainersuche. Vorerst wird der bisherige Co-Trainer Seppo Eichkorn das Team betreuen.
In Mainz treffen die zwei leidgeplagten, einst so erfolgreichen Teams von FSV Mainz (Platz 13) und Meister Borussia Dortmund (11) aufeinander. BVB-Trainer Jürgen Klopp sieht Handlungsbedarf: "Wir müssen nicht an großen, sondern an kleinen Schrauben drehen. Die schlechte Nachricht: Es ist leichter, große Veränderungen vorzunehmen."
Zwar weisen die Dortmunder in der Ballbesitz-Statistik den zweithöchsten Wert nach den Bayern auf, liegen aber bei der Chancenverwertung laut Fachmagazin "Kicker" mit einer Quote von 20,6 Prozent auf dem letzten Rang. "Hört auf, ständig alles mit der Meistersaison zu vergleichen!", forderte nun Innenverteidiger Neven Subotic. Vor allem die Auswärtsschwäche gibt zu denken: Der letzte Sieg in der Fremde gelang beim 3:1 in München am 26. Februar.
Nach dem bitteren 1:2 in Hannover war die Geduld von Klopp aufgebraucht. In einer Aussprache mit seinen Profis fand er deutliche Worte: "Damit wir nicht dem Trugschluss erliegen, es wäre rein zufällig passiert."
Deutlich weniger aufgebracht ist Thomas Tuchel, in Mainz Trainer von Andreas Ivanschitz und Julian Baumgartlinger. Die Abgänge von André Schürrle, Lewis Holtby und Christian Fuchs haben die Mannschaft sichtlich gebeutelt. "Damals war nicht alles so gut, wie es jetzt schlecht ist", sagt der Coach mit Blick zurück auf die starke vergangene Saison.




















