Fankrawalle bei deutschem Drittligaspiel
Knalltrauma, Brandwunden, Verletzungen im Bauchbereich und an den Beinen, 23 Verletzte, 35 Festnahmen - der Polizeibericht nach dem Derby zwischen dem VfL Osnabrück und Preußen Münster in der 3. Deutschen Bundesliga liest sich wie eine Bilanz des Schreckens.

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Die schweren Ausschreitungen haben den 1:0-Erfolg der Niedersachsen über den westfälischen Nachbarclub in den Hintergrund gerückt.
"Dieser Sieg hat einen bitteren Beigeschmack", erklärte VfL-Manager Lothar Gans am Sonntag. "Das hat absolut nichts mit Sport zu tun. Diese Menschen kann man nur Idioten nennen", verurteilte Gans die Randalierer, die am Vortag mit Spielbeginn aus dem Gäste-Block einen schweren Riesenböller in einen ehemaligen Spielertunnel geworfen hatten. Zuvor hatten VfL-Anhänger Polizisten vor dem Stadion mit Feuerwerkskörpern angegriffen.
Nach Polizei-Angaben wurden fünf Polizisten schwer verletzt. "Ein Beamter musste mit Verletzungen im Bauchbereich und an den Beinen stationär im Krankenhaus bleiben", teilte Polizeisprecher Georg Linke mit. Er sprach von einen "pyrotechnischen Gegenstand", der die erheblichen Verletzungen verursacht hatte. Nach dem Spiel gab es noch Scharmützel mit Münsteraner Fans, am Abend wurden die im Polizeigewahrsam befindlichen VfL-Fans freigelassen. Die Ermittlungen zu allen Straftaten dauerten am Sonntag an.




















