Steirer Royer wechselt zu Hannover 96
Der ÖFB hat einen Legionär mehr: Daniel Royer wechselt kurz vor Ende der Transferzeit von Ried nach Hannover. Der Steirer wird damit Teamkollege von Emanuel Pogatetz.

Foto © GEPAHannover statt Austria: Daniel Royer
Der Tag begann gestern für das österreichische Nationalteam im Camp in Bad Tatzmannsdorf mit einem Knalleffekt. Nein, dass Glas mit dem süßen, bei Kindern allzeit beliebten Brotaufstrich für den die Herren Teamspieler im TV Werbung machen, ist beim Frühstück nicht auf den Boden geknallt. Auch Teamchef Didi Constantini hat nicht schon vor dem Deutschland-Spiel am Freitag in Gelsenkirchen alles hingeknallt. Eine Transferbombe hat geknallt. Gezündet hat sie Daniel Royer, Steirer im Dienste der SV Ried - zumindest bis gestern. Denn künftig wird der 21-jährige Schladminger sein Können in der Deutschen Bundesliga zeigen. Royer erhielt bei Hannover 96 einen Vertrag bis 2015. Und Ried soll im Gegenzug 600.000 Euro erhalten haben.
Überrascht waren aber nicht nur seine Kollegen, auch für Royer selbst ging alles sehr schnell. "Ich habe erst einen Tag zuvor erfahren, dass es ein Interesse gibt", verriet der quirlige Flügelflitzer, der gegen Deutschland vermutlich sein erstes Länderspiel von Beginn an bestreiten wird. Weshalb Kollege Franz Schiemer bereits über den Neo-Hannoveraner ätzte. "Das größte Problem wird jetzt die Bundeshymne. Die muss er noch üben."
Steile Karriere
Gefreut haben sich alle mit dem sympathischen Kerl, der 2009 wegen Perspektivenlosigkeit Sturm den Rücken kehrte und zum oberösterreichischen Regionalligisten Pasching wechselte, um fortan die Fußballwelt im Eilzugtempo zu erobern. Nach Pasching folgte gleich Ried und das Team, jetzt Deutschland.
"Aber Daniel ist ein guater Bua, der schafft das", ist Teamchef Didi Constantini überzeugt. Einer ist aber besonders happy - Emanuel Pogatetz. Der spielt ja seit über einem Jahr in Hannover. Ihn hat Royer vor seiner Zusage eingeweiht und um Rat gefragt. "Mit mir und Samuel Radlinger sind wir jetzt schon drei Österreicher. So kann es weitergehen", lachte Österreichs Abwehrchef.
Und Royer selbst? Der schwebte auf Wolke sieben. "Ich musste nicht lange überlegen und habe ein sehr gutes Gefühl." So wie damals als Bub, als er auch nicht lange überlegte, die Schi-Karriere an den Nagel hängte und beschloss Fußballer zu werden.





















