EM-Titel ist kein Muss für Löw
Der erste Titel nach 16 Jahren ist für das deutsche Fußball-Nationalteam 2012 in Polen und der Ukraine kein Muss, erklärte DFB-Präsident Zwanziger vor dem heutigen Spiel gegen Rekordweltmeister Brasilien.

Foto © APA/EPAKein Druck für "Poldi", Lahm, "Schweini" und Co.
"Ich werde ganz sicher nicht den Fehler begehen und Jogi Löw das Ziel vorgeben, ihr müsst Europameister werden", sagte der deutsche Verbandspräsident Theo Zwanziger der "Sport Bild" (Mittwoch-Ausgabe) vor dem Saisonauftakt am (heutigen) Abend in Stuttgart gegen Rekordweltmeister Brasilien. Die Deutschen, die sowohl in der EM- als auch in der WM-Qualifikation Gruppen-Gegner von Österreich sind, lechzen seit dem EM-Triumph 1996 nach einem internationalen Erfolg. Das weiß auch der DFB-Teamchef, der im Verbandsjournal vor dem ersten Herbst-Länderspiel meinte: "Nach den Auftritten unseres Teams in den jüngsten Turnieren ist es natürlich unser großes Ziel, Europameister zu werden. Wir gehören zum Favoritenkreis - nicht mehr und nicht weniger".
Der frühere Innsbruck- und Austria-Trainer ist mit Zwanziger einer Meinung, wonach es bei jeder EM und WM mindestens ein halbes Dutzend Mannschaften gebe, das den Titel gewinnen könne. "Die EM mit 16 Teams ist schwieriger als eine WM, weil die Leistungsdichte höher ist. Der EM-Titel ist keine Vorgabe, sonst hätten der DFB den Vertrag mit Löw nicht vorzeitig über die EM hinaus verlängern dürfen", meinte Zwanziger. Der DFB-Boss hat auch aus der Frauen-WM 2011 im eigenen Land gelernt. Natürlich wünsche man sich den EM-Titel, aber man habe erlebt, wie es laufen könnte. Er hatte als Minimalziel das Halbfinale ausgegeben und dann kam schon im Viertelfinale für Trainer Silvia Neid und ihre Spielerinnen das K.o.















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