Pacult-Club Leipzig sorgte für Sensation
Gleich beim Debüt schaffte Peter Pacult mit RB Leipzig die große Sensation: 3:2 im deutschen Cup gegen VfL Wolfsburg.

Foto © GEPADaniel Frahn sorgte für einen Triple-Pack
Die Marketingmaschinerie der Bullen lief auf Hochtouren. Aber es war ja auch nicht irgendwer zu Gast beim Pflichtspiel-Debüt von Peter Pacult auf der Leipziger Trainerbank, sondern der VfL Wolfsburg mit Coach Felix Magath. Cup, erste Runde, Viertligist gegen Topteam. Und dann gab es die Topsensation - Leipzig warf den Erstligisten mit 3:2 aus dem Bewerb. Nicht umsonst wurden also im Vorfeld in der ganzen Stadt Papiertaschentücher verteilt, abgepackt in Grün-Weiß, sprich in den Wolfsburg-Farben, und garniert mit dem Slogan "Für heulende Wölfe". Aber dem nicht genug, trat man zwischen Gewandhaus, Fußgängerzone und Oper auch immer wieder auf Fußfallen für Tiere, freilich welche aus Plastik und aufgeklebt auf grünem Untergrund. "Leipzig freut sich auf die Wölfe", stand da zu lesen. Am Ende schnappte die Falle vor 31.212 begeisterten Fans zu.
Lob von Matthias Sammer
"Ich finde toll, was in Leipzig passiert", meinte noch Stunden vor dem Spiel Matthias Sammer, der Experte des Bezahlsenders Sky, der gut 100 Kilometer von Leipzig entfernt in Dresden anlässlich eines Pressetermins Hof hielt. "Dieses Projekt ist ein Langzeitprojekt und die Millionen von Red Bull garantieren sicher Nachhaltigkeit."
Tatsächlich hat man nicht nur den sofortigen Aufstieg in die dritte Liga und in weiterer Folge die zweite und die erste Liga im Visier, in Leipzig soll etwas entstehen, was der gesamten Region nützt. Ein Nachwuchszentrum. Mit Internat und allem Drum und Dran. Schon jetzt verfügt man über vier Trainingsplätze, zwei davon sogar beheizt, einer mit Kunstrasen, einer mit Tribüne, auf dem das B-Team spielen wird.
Bis 2014 kommen weitere zwei Plätze dazu. "Das alles hier hat mit einem Viertligisten nichts zu tun", sagt Peter Pacult. "Und die Leute hier haben Hunger auf guten Fußball." Kein Wunder, spielt doch Traditionsklub Lok Leipzig, wo schon Gustl Starek Trainer war, inzwischen in der fünften Liga, und der nicht mehr existente FC Sachsen-Leipzig mit zwei ("verfeindeten") Teams in der sechsten.
Stranzl und Harnik kamen weiter
Anderorts setzten sich die am Spielfeld für Erstligisten aktiven Österreicher gegen Drittligisten stark in Szene. Abwehrspieler Martin Stranzl brachte Borussia Mönchengladbach beim 3:1-Auswärtserfolg gegen Jahn Regensburg mit einem Kopfballtreffer in der 14. Minute in Führung. Der VfB Stuttgart setzte sich bei Wehen Wiesbaden 2:1 durch, ÖFB-Teamspieler Martin Harnik bereitete das erste Tor der Gäste mit einem Kopfball, den der Wiesbaden-Torhüter nicht festhalten konnte, vor und erarbeitete sich zudem weitere gute Torchancen.





















