18 Gegentore, dennoch Sieger der Herzen
Deutscher Top-Klub Wolfsburg schoss den FC Bad Kleinkirchheim 18:0 vom Platz. Bei 16 Treffern stand Alexander Ertl im Tor. Trotz der Abfuhr hatten die Kicker "großen Spaß".

Foto © Privat, APA/Jens WolfErtl (links), kassierte zwar Tor um Tor, hatte aber trotzdem Spaß. Der Trainer von VfL Wolfsburg, Felix Magath (rechts)
Es war schon ein komisches Gefühl", sagt Alexander Ertl, FC Bad Kleinkirchheim-Tormann, nach dem Freundschaftsspiel gegen die deutsche Bundesligamannschaft VfL Wolfsburg am Dienstag. Der kuriose Endstand: 18 zu 0 für Wolfsburg.
Doch der 25-jährige Spittaler lieferte eine eindrucksvolle Leistung ab. 80 Minuten gab er sein Bestes, um den Kasten zu verteidigen: "Ich hab eh nur 16 Treffer bekommen", lacht der Sportler. Die restlichen zehn Minuten und zwei Tore gehen auf das Konto von Ersatztormann Klaus Christof Brunner. Ertl: "Aber es hat uns bis zum Schluss Spaß gemacht." Die Erkenntnis des Tages: "Man hat einfach gemerkt, dass Welten zwischen Amateuren und Profis liegen. Wolfsburg hat am Vormittag trainiert, wir gearbeitet. Es wäre traurig, wenn man den Unterschied nicht merken würde."
Der hauptberufliche Versicherungsvertreter Ertl sieht es sportlich: "Wir haben alle gewonnen, es war ein super Erlebnis mit solchen Stars auf dem Rasen zu stehen. Das Publikum war super, wir bekamen Szenenapplaus, das tut gut! Es war ein Freundschaftsspiel, wie es sein soll, positiv für beide Mannschaften." Dass die Niederlage so dramatisch ausfallen würde, damit hat Ertl nicht gerechnet: "Wir durften schon gegen den italienischen Erstligisten Palermo spielen, damals ging es 10 zu 0 aus. Die Deutschen setzten noch eines drauf."
Tricks abschauen
Das Trainingslager der Wolfsburger nutzen Spieler und Trainer des FC Bad Kleinkirchheim, um sich Profitricks abzuschauen. "Es ist eine einmalige Gelegenheit. Mit Trainer Felix Magath trainiert die Mannschaft immer auf dem neuesten Stand", so Ertl. FC-Trainer Hermann Knaller kommentiert das Spiel im Nachhinein so: "Wolfsburg hat die deutsche Gründlichkeit trocken runter gespielt. Und Magath hat eine frische Mannschaft in die zweite Hälfte geschickt."
Das Freundschaftsspiel, dass Ertl aus vielerlei Hinsicht nie vergessen wird, endete mit Shakehands und einer Erinnerung zum Mitnehmen: "Ich hab mein Trikot mit Wolfsburg-Stürmer Srdan Lakic getauscht - sein Marktwert: circa sechs Millionen Euro."





















